Träum was Schönes

Szene aus dem Film "Träum was Schönes" - Dario Dal Pero in der Rolle des Massimo geht allein im Nebel spazieren

WDR 2 Kino

Träum was Schönes

Von Andrea Burtz

Gerade einmal neun Jahre alt war Massimo, als seine Mutter starb. Bis ins Erwachsenenalter verfolgen ihn Trauer und Einsamkeit. Einfühlsames Familiendrama des italienischen Regisseurs Marco Bellocchio.

Massimo (Nicolo Cabras) war neun Jahre alt, als er seine Mutter verlor. "Träum was Schönes!" waren ihre letzten an ihn gerichteten Worte. Mittlerweile ist er in den 40ern und erfolgreicher Journalist. Aber auch als Erwachsener ist Massimo (Valerio Mastandrea) noch nicht über den Tod der Mutter hinweggekommen. Es fällt ihm schwer, Beziehungen einzugehen und Verantwortung zu übernehmen, weil er bis heute nicht begreift, was damals, vor 40 Jahren, passiert ist. Er will die Welt auf Abstand halten, weil das Kindheitstrauma sein Leben für immer verändert hat.

Erst die Liebe zur Ärztin Elsia (Bérénice Bejo) rüttelt ihn auf. Massimo begreift, dass er das Rätsel seiner Kindheit lösen muss, um befreit leben zu können.

"Träum was Schönes – Fai Bei Sogni" basiert auf dem gleichnamigen Roman (2012) von Massimo Gremellini. Die Geschichte springt zwischen Erwachsenenwelt und Kindheitserinnerungen. Trotz Schmerz und Melancholie während dieser Trauerbewältigung Regisseur Marco Bellocchio gelingen dabei auch optimistische, sogar humorvolle Momente. Ein hochemotionaler Film, der in die Seele seiner stillen Hauptfigur vordringt.

Drama, Italien 2016, Regie: Marco Bellocchio, ab 12 Jahren, nur OmU oder OV

Kinostart: 17.08.2017

Stand: 17.08.2017, 00:00