Kindlicher Blick auf die Welt

Kindlicher Blick auf die Welt

Von Katja Goebel

"Ganz weit weg - und doch so nah", heißt die Schau im Duisburger Kindermuseum. Wie leben andere Völker? Was essen Menschen in Fernost? Wie kleiden sich Frauen in China? Wie schreibt der Russe? Selber ausprobieren ist unbedingt erwünscht.

Junge vor einer Weltkarte

"Da will ich mal hin", schwärmt der 7-jährige Davud und zeigt auf Amerika. Die riesige Landkarte hängt in einem fiktiven Reisebüro, das sich die Macher der interaktiven Ausstellung "Ganz weit weg - und doch so nah" ausgedacht haben. Es markiert den Eingang in eine Schau des Kindermuseums Explorado in Duisburg. Bevor die Kinder die fremden Kulturen näher kennenlernen, können sie hier spielerisch eine Reise in ferne Länder buchen.

"Da will ich mal hin", schwärmt der 7-jährige Davud und zeigt auf Amerika. Die riesige Landkarte hängt in einem fiktiven Reisebüro, das sich die Macher der interaktiven Ausstellung "Ganz weit weg - und doch so nah" ausgedacht haben. Es markiert den Eingang in eine Schau des Kindermuseums Explorado in Duisburg. Bevor die Kinder die fremden Kulturen näher kennenlernen, können sie hier spielerisch eine Reise in ferne Länder buchen.

Wer sich gerne verkleidet ins Abenteuer stürzen möchte, kann das tun. Doch auf den Kleiderständern des Museums hängen keine Klamotten, die die Kinder aus dem heimischen Kaufhaus kennen. Hier hängen Saris und Kaftans neben mongolischen Kopfbedeckungen und chinesischen Strohhüten. "Das tragen Menschen in Chinesien", sagt Elif (o.r.) stolz, als sie mit schwarzer Perücke und und Fächer durch die Ausstellung streift.

Verkleidet können die Kinder dann verschiedene Stationen bespielen - zum Beispiel einen Marktplatz. Das Besondere: Hier gibt es ungewöhnliche Lebensmittel zu kaufen. "Wir wollen den Kindern einen offenen Blick auf andere Kulturen vermitteln", erkläre Museumschef Carsten Tannhäuser. Das pädagogische Prinzip: "Was man schon mal gesehen hat, kennt man. Und was man kennt, kommt einem auch nicht mehr komisch vor."

Statt sich Ausstellungsstücke in Vitrinen anzusehen, dürfen die Kinder hier alles anfassen und ausprobieren. Gar nicht so einfach, so zu essen wie die Asiaten - mit Stäbchen.

"Kann man das etwa auch essen?", fragt Maximilian, der eine riesige Krabbe auf dem Marktstand entdeckt hat. Musems-Scouts werden diese Fragen beantworten. Auf die Entdeckungsreise gehen die Kinder aber erst mal auf eigene Faust. "Wir sind keine Schule und arbeiten nicht mit erhobenem Zeigefinger", erklärt Tannhäuser.

Eine Wand mit Überraschungseffekt. Wer durch die kleinen Gucklöcher sieht, kann Szenen aus anderen Kulturen ansehen. Was spielen Kinder in Nord Thailand? Welches bekannte Obst wächst in der Karibik?

Gleich um die Ecke steht ein Klassenzimmer. Hier können Kinder mit verschiedenen Schriften experimentieren. Und während Mikael sich im russischen Alphabet versucht ...

... malt Uma akribisch ein chinesisches Schriftzeichen auf ihre Schiefertafel. Warum? "Das ist so schön. Das sieht aus wie ein Kunstwerk." In der interaktiven Ausstellung können Kinder in Duisburg noch bis zum 9. Oktober 2016 eine Reise in die Welt unternehmen.

Stand: 15.01.2016, 06:00 Uhr