Literatur und Liebe: Schreibende Paare

Literatur und Liebe: Schreibende Paare

"Schreibende Paare neigen eher dem Unglück und dem Scheitern zu", so Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heine-Institut in Düsseldorf. Schriftsteller entwickelten mitunter Rituale und Marotten, Selbstsucht und Eitelkeit, erzählt sie im WDR 3 Samstagsgespräch. Die Geschichte zeigt aber auch: es gibt Gegenbeispiele.

Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir

Bestes Beispiel dafür, dass nicht alle Schriftstellerbeziehungen im Unglück enden: das intellektuelle Traumpaar Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, hier zu sehen im Oktober 1956 in Rom. Ihre Beziehung galt lange Zeit als Ideal: als Paar verbunden und doch eigenständig.

Bestes Beispiel dafür, dass nicht alle Schriftstellerbeziehungen im Unglück enden: das intellektuelle Traumpaar Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, hier zu sehen im Oktober 1956 in Rom. Ihre Beziehung galt lange Zeit als Ideal: als Paar verbunden und doch eigenständig.

"Du warst das Hohe, das mich gesegnet - und wurdest der Abgrund, der mich verschlang", schrieb Rainer Maria Rilke über seine Geliebte Lou Andreas-Salomé. 1897 lernten sie sich in München kennen, 1899 und 1900 reisten sie nach Russland, kurz danach trennten sie sich und verwandelten ihre Liebe in eine lebenslange Freundschaft.

Ivan Goll (eigentlich Isaac Lang) mit seiner Frau Claire (geb. Clara Aischmann) - ein schillerndes und extrovertiertes Ehepaar, das sich 1917 in Genf kennenlernte und sich leidenschaftliche Briefe schrieb. "Sie sind mein Schicksal!", soll Ivan Goll bei der ersten Begegnung mit der Studentin Claire geschrien und sich ihr hochdramatisch zu Füßen geworfen haben - so zumindest erinnert sie sich.

Das Traumpaar der deutschen Literatur: Vier Jahre lang, von 1958 bis 1962, waren die Schriftsteller Max Frisch und Ingeborg Bachmann ein Liebespaar. Ein Paar allerdings, von dem es keine gemeinsamen Fotos gibt und über das nur wenige Details nach außen drangen. Es war die Beziehung eines geschiedenen Mannes zu einer jüngeren Frau, die beide bereits im Rampenlicht des Literaturbetriebs standen.

Ein Beispiele unglücklicher literarischer Duos: Alfred de Musset und George Sand, die spätere Geliebte von Frederic Chopin. 1833 lernten sich die beiden kennen und begannen ein romantisch-leidenschaftliches Liebesverhältnis. Dieses endete jedoch schon bald auf einer gemeinsamen Italienreise, als Musset in Venedig erkrankte und Sand ihn mit dem Arzt betrog.

Stand: 17.03.2017, 16:25 Uhr