Buchtipp – Martin Schult: "Dem Kroisleitner sein Vater"

Martin Schult: "Dem Kroisleitner sein Vater", Cover

Buchtipp – Martin Schult: "Dem Kroisleitner sein Vater"

Von Cathrin Brackmann

Eine Kombination aus Heimatroman und Krimi – das ist Martin Schult in seinem neuen Roman "Dem Kroisleitner sein Vater" gelungen. Sein neuer Ermittler Frassek ist ein Berliner Polizist mit vielen persönlichen Problemen, wenig Ambitionen, einer gescheiterten Ehe und einer pubertierenden Tochter.

Und das in der tiefsten Provinz Österreichs.

Buchtipp - Martin Schult: "Dem Kroisleitner sein Vater"

WDR 4 Bücher | 22.08.2017 | 02:38 Min.

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Denn dort, im beschaulichen St. Margarethen, ist der alte Alois Kroisleitner gestorben. Völlig überraschend und auf mysteriöse Weise, denn am Morgen war der 104-Jährige noch putzmunter, später am Tag lag er mit einer blauen Zunge und zerkratzten Knien auf einem Wanderweg. Was hat wohl der unbekannte Wanderer, der kurz vor dem Tod des Alten im Dorf aufgetaucht ist, damit zu tun?

Frassek, so heißt der Wanderer, ist eigentlich Polizeiobermeister in Berlin, und war nur zufällig in St. Margarethen gelandet. Schnell wird klar, Frassek hat zwar jede Menge Probleme, aber ein Mörder ist er nicht. Und so wird Frassek vom Verdächtigen zum Ermittler und sieht sich bald von Intrigen, alter Schuld, Lügen und jeder Menge Dorfklatsch umgeben.

Martin Schult hat mit "Dem Kroisleitner sein Vater" eine unterhaltsame Geschichte mit viel Wortwitz und Krimielementen geschaffen. Denn neben der eigentlichen "Kriminalgeschichte" lernen wir das Leben – und vor allem die Abgründe – der Dorfbewohner kennen und das ist am Ende fast wichtiger als der Tod des alten Kroisleitner.

Dem Kroisleitner sein Vater
Autor: Martin Schult
Verlag: Ullstein
Hardcover, 336 Seiten
18 €