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Heiß und kalt

Heiß und kalt

Flirrende Hitze. Kein Lufthauch bewegt sich. Wir befinden uns im Death Valley – dem "Tal des Todes" und dem heißesten Ort der Welt, das in den USA, genauer gesagt in Kalifornien und zu einem kleinen Teil in Nevada liegt. Und hier wurde am 10. Juli 1913 die heißeste Temperatur der Welt gemessen: 56,7 Grad Celsius! Das Death Valley liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit die tiefste Stelle Nordamerikas. Hier staut sich die Hitze. Selbst nachts können im Sommer noch Temperaturen von 40 Grad Celsius herrschen.

Und noch etwas Kurioses:

Heiß und kalt

Im Death Valley gibt es riesige wandernde Steine! Sie bewegen sich gaaanz langsam über den Salzsee – man kann es an den Spuren sehen, die sie bei ihren Bewegungen auf der Kruste zurücklassen. Aber wie machen diese dicken Steine das? Wenn nachts im Winter das Wasser gefroren ist und die hauchdünne Eisschicht über Tag in der Sonne auftaut, kann es passieren, dass der Wind die Eisschicht in metergroße Schollen aufbricht. Auf denen "surfen" die Steine dann über den Salzsee.

Heiß und kalt

Wie das Death Valley zu seinem Namen kam, weiß man übrigens nicht genau. Aber man erzählt sich Folgendes: Eine Horde von Goldgräbern reiste durch die Wüste und wollte eine Abkürzung nehmen. Dabei haben sie sich schrecklich verlaufen. Der Legende nach sind ganz viele Goldgräber in der Hitze gestorben. Die übrigen, die den Weg aus dem Tal herausgefunden haben, sagten "Auf Wiedersehen, Death Valley, Tal des Todes!"

Oimjakon:

Heiß und kalt

Oimjakon ist der Name des kältesten bewohnten Dorfes der Welt. Es liegt in Sibirien und vor etwa 90 Jahren sollen dort -71,2 Grad Celsius gemessen worden sein. Es gibt hier sogar ein Denkmal, das "Pol der Kälte" genannt wird. Noch kälter war es nur auf einem Plateau der Ostantarktis. Hier wurde von einem Satelliten aus der klirrendkalte Wert von -93,2 Grad Celsius gemessen – allerdings nicht von einem echten Thermometer. Und hier wohnt natürlich auch niemand.

Heiß und kalt

Die Menschen in Oimjakon passen sich an die furchtbare Kälte an. Sie haben keine Kühlschränke: Der Fisch zum Beispiel wird einfach so in den Flur gelegt. Die Wäsche wird nicht zum Trocknen sondern zum Gefrieren raus gehängt. Das hat den Vorteil, dass alle Keime abgetötet werden. Und wenn man sich morgens für die Schule fertig macht, muss man sich extra warm einpacken – schulfrei gibt es hier erst ab -55 Grad Celsius!

Heiß und kalt

Die Kälte in dieser Gegend entsteht, weil der Atlantik, der einen großen Teil der Nordhalbkugel mit Wärme versorgt, sehr weit entfernt ist. Außerdem schirmen hohe Berge in Sibirien die Gegend um Oimjakon von der Wirkung des Atlantiks ab. Gleichzeitig kann die kalte Luft aus der Arktis ungehindert einströmen. Die kalte Luft kreist dabei im Uhrzeigersinn und lässt den berühmten "sibirischen Antizyklon" entstehen, ein für die Gegend typisches kaltes Klima mit hohem Luftdruck.

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