Wildtiere in der Stadt

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Wildtiere in der Stadt

Reh läuft durch eine winterliche Stadt.

Vielen Tieren geht es in der Stadt mittlerweile besser als auf dem Land. Aber es lauern auch Gefahren.

Dichter Verkehr, viel Beton, überall Lärm – Großstädte scheinen kein passender Lebensraum für Wildtiere zu sein. Trotzdem zieht es immer mehr von ihnen in die Nähe der Menschen. Wissenschaftler sagen voraus, dass die Zahl der Wildtiere in den Städten sogar noch weiter steigen wird. Die wichtigste Ursache dafür ist, dass der ursprüngliche Lebensraum der Tiere immer kleiner geworden ist. Wo sich die Natur früher selbst überlassen blieb, haben sich die Menschen breit gemacht: Sie haben immer mehr Straßen und Fabriken gebaut und weitläufige Weideflächen und Felder angelegt. Auf diesen Feldern wächst oft nur eine einzige Pflanzensorte, wie beispielsweise Mais. Es fehlt dort also an vielfältiger Nahrung. Außerdem setzen viele Bauern giftige Schädlingsbekämpfungsmittel ein, die für die Wildtiere gefährlich sind.

Füttern verboten

Ein Fuchs sucht Nahrung in einem Mülleimer.

Füchse merken sich die Stellen, an denen sie Nahrung finden und kommen immer wieder

Dazu bietet das Leben in der Stadt viele Bequemlichkeiten und Vorteile: vor allem ein riesengroßes Nahrungsangebot. Die gefüllten Mülltonnen in der Stadt sind wie Supermärkte für die wilden Bewohner. Mit ihren feinen Nasen wittern sie die Speisereste, die Menschen weggeschmissen haben. Wer Wildtiere in der Stadt sieht, kann sich freuen und sie beobachten. Ganz wichtig ist aber, die Tiere in Ruhe zu lassen. Und sie nicht zu füttern. Wer Wildtiere füttert, bringt sie dazu, dass sie sich dem Menschen immer weiter annähern. Es bleiben aber wilde Tiere. Ein vermeintlich zahmes Tier kann aus einer Schrecksekunde heraus zubeißen und auch Krankheiten übertragen.

Hauptstadt der Tiere

Eine Wildschweinfamilie vor einem vorbeifahrenden Bus.

Berlin gilt auch als Hauptstadt der Tiere

In deutschen Großstädten gibt es eine große Vielfalt an Tieren. An den Anblick einiger Arten haben sich die Menschen in den Städten bereits gewöhnt – Tauben auf dem Dach, Enten auf dem See oder Ratten im Keller. Auch Eichhörnchen und Wildkaninchen lassen sich häufig beobachten. Größere Wildtiere wie Wildschweine erregen mehr Aufsehen, sind aber mittlerweile in vielen Städten keine Seltenheit mehr. Besonders viele wilde Tiere leben in Berlin. Kein Wunder: Berlin ist eine „grüne“ Stadt. Es gibt weitläufige Grünflächen und Parks und viele Flüsse, Kanäle und Seen – hier finden viele Tiere sichere Nischen, in denen sie sich verstecken können. Berühmt ist Berlin für seine Wildschweine, viele Berliner begegnen ihnen regelmäßig – genau wie Füchsen, die dort dichter aufeinander leben als in der freien Natur. Auch Waschbären haben hier ein Zuhause gefunden. Sie stammen eigentlich aus Nordamerika, Menschen haben sie nach Europa gebracht. Einige sind entlaufen, einige wurden ausgesetzt – seitdem haben sie sich kräftig vermehrt.

Stand: 24.03.2010, 15:37

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