Bundeskanzlerin | Bundeskanzler

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Bundeskanzlerin | Bundeskanzler

Porträt von Angela Merkel

Im September 2013 wurde Angela Merkel zum dritten Mal zur deutschen Bundeskanzlerin gewählt

Die Bundeskanzlerin ist die Chefin der Regierung. Sie bestimmt, welche Politik in Deutschland gemacht wird, also an welchen Aufgaben und Problemlösungen die Regierung arbeiten soll. Sie leitet Deutschland nämlich nicht alleine, sondern hat sich einige Leute ausgesucht, die ihr dabei helfen: Die Bundesminister. Jeder Minister ist für einen bestimmten Fachbereich verantwortlich, zum Beispiel für die Umwelt-, Gesundheits- oder Außenpolitik. Die Bundeskanzlerin kann ja nicht in allen Bereichen genau Bescheid wissen und alles alleine entscheiden. Aber sie trägt am Ende die Verantwortung für die Arbeit der Regierung.

Eine Frau - viele Aufgaben

Sigmar Gabriel bei Rede vor dem Schriftzug SPD.

Sigmar Gabriel ist seit 2013 Minister für Wirtschaft und Energie

Angela Merkel ist seit November 2005 Bundeskanzlerin - sie ist die erste Frau in diesem Amt, davor gab es immer einen männlichen Bundeskanzler. Sie hat 15 Minister ausgesucht, die ihr helfen. Aber das ist längst nicht die einzige Aufgabe einer Bundeskanzlerin: Sie besucht und empfängt Politiker anderer Länder, hält Pressekonferenzen, leitet Sitzungen im Bundeskabinett oder nimmt an Sitzungen des Bundestages teil. Und zwischendurch liest sie sehr viel - schließlich muss eine Bundeskanzlerin über alles informiert sein, was in ihrem Land und auf der ganzen Welt passiert.

Wer wählt die Bundeskanzlerin?

Angela Merkel am Rednerpult im Bundestag

Als Bundeskanzlerin muss Angela Merkel etwa 100 Reden pro Jahr halten

Grundsätzlich kann jeder deutsche Staatsbürger und jede deutsche Staatsbürgerin ab 18 Jahren Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin werden. Allerdings muss er oder sie von einer Partei dafür ausgewählt und dann vom Bundespräsidenten für dieses Amt vorgeschlagen werden. Und dann müssen ihn oder sie auch noch die Abgeordneten, also die Politiker im Bundestag, wählen: Nur wenn die Mehrheit der Abgeordneten für einen Kandidaten oder eine Kandidatin stimmt, kann der Bundespräsident ihn oder sie zum Bundeskanzler oder eben zur Bundeskanzlerin ernennen. Die Wahl des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin findet alle vier Jahre statt - immer kurz nach der Bundestagswahl. In der Regel gehört die Bundeskanzlerin der stärksten Partei im Bundestag an, also der Partei, die bei der letzten Bundestagswahl die meisten Wählerstimmen bekommen hat. Die Bundeskanzlerin kann immer wieder gewählt werden. Am längsten hat es bisher Helmut Kohl geschafft: Er war 16 Jahre lang Bundeskanzler, wurde also viermal wiedergewählt.

Stand: 19.03.2010, 13:05

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