Radiogeschichte: Und dann bleibst du stehen und guckst!

Kunst auf der Documenta und Anderswo: Himmelsstürmer

Radiogeschichte: Und dann bleibst du stehen und guckst!

Eine Geschichte über Kunst auf der Documenta und Anderswo.

Schaut euch mal dieses Video an! Reporterin Julia macht selbst Kunst wie Joseph Beuys: eine Fettecke!

Kiraka Radiogeschichte:Kunst auf der Dokumenta

KiRaKa - Kinderhörspiel im WDR | 09.07.2017 | 48:54 Min.

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Trailer - Kunst auf der Documenta und Anderswo

KiRaKa | 05.07.2017 | 02:55 Min.

Ein Mann aus Metall, der versucht auf einer Metallstange den Himmel zu erreichen, Mini-Appartements in Bauröhren und ein Riesentempel nur aus Büchern gebaut – haben eins gemeinsam: Sie sind Kunst.

Kunst auf der Documenta und Anderswo: Friedrichsplatz Kassel

Kunst, wie sie alle fünf Jahre auf der größten Kunstausstellung der Welt zu sehen ist: der Documenta in Kassel und 2017 zum ersten Mal auch in Athen in Griechenland.

Aber wie kann es sein, dass diese Kunst genauso Kunst ist, wie ein Bild, das im Museum an der Wand hängt. Darin sieht die neunjährige Mia keinen Widerspruch – sie sagt: „Kunst ist einfach eine Idee, die einem in den Kopf will und da irgendwie wieder raus muss. Wie das dann aussieht, entscheidet der, dem der Kopf gehört“.

KiRaka-Reporterin Julia Muth versucht zusammen mit Kindern herauszufinden, was Kunst eigentlich ist. Wie Alice ins Wunderland, so reisen sie zusammen in die Welt der modernen Kunst, werden selbst Künstler und basteln sich ein eigenes Wunderland. Sie besuchen das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach, fragen Kunstexperten und schauen Künstlern beim Arbeiten zu.

Kunst auf der Documenta und Anderswo: Eule

Höhepunkt sind die Besuche der Documenta 14 in Kassel: einmal kurz bevor und einmal nachdem die weltgrößte Kunstschau ihre Tore geöffnet hat. Zu Wort kommen Künstler und ihre Ideen und immer wieder die Kinder und ihre Eindrücke.

Eine Kunst-Geschichte über einen Spaziergang durch alles, was Kunst ist.

Und dann bleibst du stehen und guckst!
Eine Radiogeschichte über Kunst auf der Documenta und Anderswo.
Von Julia Muth
Redaktion: Ulla Illerhaus

Bildergalerie: Kunst auf der Documenta und Anderswo

Die Leute wach rütteln, sie zum Nachdenken bewegen, sie berühren: Die Menschen dazu bringen nicht einfach vorbeizulaufen - das wollen Künstler mit ihren Kunstwerken. Hier seht ihr ein paar Bilder von modernen Kunstwerken und unseren Besuchen in Kassel auf der Documenta.

Kunst auf der Documenta und Anderswo: Walking Man

Der Himmelsstürmer ist ein Kunstwerk von Jonathan Borowsky. Seit der neunten Documenta versucht der Mann auf der Metallstange vom Kasseler Bahnhofsvorplatz aus den Himmel zu erreichen.

Der Himmelsstürmer ist ein Kunstwerk von Jonathan Borowsky. Seit der neunten Documenta versucht der Mann auf der Metallstange vom Kasseler Bahnhofsvorplatz aus den Himmel zu erreichen.

Butter am Fenster: Ist das Kunst oder muss hier geputzt werden?

Die Grinsekatze ist eine Figur aus dem Buch "Alice im Wunderland". Hier wurde sie in der Märchen-Projektwoche an der Hans-Alfred-Keller-Grundschule in Siegburg aus Pappe gebastelt.

Im kunst-Workshop haben die Kinder aus der Alice-im-Wunderland-Gruppe eigene Wunderländer gebastelt.

Dieser Marienkäfer ist eine Spezialzüchtung aus einem der Wunderländer.

Noch mehr Kunst!

Der Flaschenwächter passt auf, dass niemand aus der Flasche trinkt, mit der man klein genug für das Wunderland wird. Das Besondere: Er ist ein Biest, in dem man leben kann.

In Kassel hängen überall Plakate mit Eulen darauf. Das Logo der Documenta 14. Eulen können ihren Kopf so verdrehen, dass sie sich selbst über die Schulter gucken, wenn sie wollen. Mia und Kaspar versuchen das auch.

Der Obelisk ist ein Documenta-Kunstwerk und auf diesem Bild noch nicht fertig. Die Größe stimmt schon. An der Seite fehlt noch ein Spruch aus der Bibel.

Mitten auf dem größten Platz in Kassel, dem Friedrichsplatz, wird ein großer Tempel gebaut. Der Parthenon der Bücher. Die Bücher, die daran befestigt werden, sind alle verboten gewesen oder sind es noch.

Auch Alice im Wunderland war mal verboten. In China im Jahr 1931 - wegen der sprechenden Tiere, die in der Geschichte vorkommen.

Der Baustellenhund bewacht den Tempel und heißt Tipton Taubenschreck.

Vor dem Tempel ist eine Metallplatte im Boden. Sie markiert den Beginn des "Vertikalen Erdkilometers" - ein Documenta-Kunstwerk von Walter de Maria im Jahr 1977. Von diesem Punkt aus hat der Künstler einen ein Kilometer langen Metallstab in den Boden gerammt.

Die Haarzeichnungen von Karin Sander hängen im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach. Von weitem sind die Haare kaum zu erkennen. In jedem Rahmen ist nur ein einziges Haar.

So sieht eins der Haare aus der Nähe aus.

Kaspar töpfert eine Kobra auf dem Kinderkünstlerfest in Bergisch Gladbach.

Die Kobra ist fertig und muss nur noch trocknen.

Sophie hat dieses Pferd geknetet.

Die 14. Documenta hat am 10. Juni 2017 in Kassel begonnen. Überall hängen dort Plakate um die Documenta-Besucher zu begrüßen.

Der Himmelsstürmer, ein Kunstwerk von Jonathan Borowsky, verschwindet gleich in den Wolken.

Im alten Bahnhof ist Kunst ausgestellt. Über die stillgelegten Gleise geht es hinein.

Regelmäßig raucht der Zwehrenturm in Kassel.

Daniel Knorr ist der Künstler, der den Turm rauchen lässt. Mit seinen Rauchzeichen will er ankündigen, dass nicht nur in Kassel, sondern auch auf der Documenta in Athen etwas los ist.

In der Documenta Halle hat der Künstler Beau Dick zur Documenta 14 diese Masken ausgestellt.

Ein langes Bild mit klitzekleinen Stickereien. Julius zählt die Sticktiere.

Zwei Teile eines Bootes baumeln in der Documenta Halle von der Decke.

Viele Kunstwerke auf der Documenta sind zum Anhören: Man kann zum Beispiel in Konzerte in Athen hineinhören.

Die Bauröhren hat der Künstler Hiwa K in Mini-Appartements verwandelt.

Es gibt ein Schlafzimmer mit Schreibtisch.

Eine Röhre ist die Bibliothek.

Der Parthenon der Bücher, den sich die Künstlerin Martha Minujin ausgedacht hat. An dem Tempel hängen Bücher, die irgendwo auf der Welt verboten waren oder noch sind.

Unter diesen Bäumen ist es schön schattig: Sie gehören zu den 7000 Bäumen und sind das Landschaftskunstwerk "Stadtverwaldung" von Joseph Beuys. Der Künstler hatte 1982 zur 7. Documenta damit begonnen, die Bäume überall in der Stadt Kassel zu pflanzen. Erst 1987 wurde der letzte Baum gesetzt.

Stand: 28.06.2017, 16:54

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