Nachrichten für Kinder: Viel weniger Vögel in Deutschland

Eine Feldlerche

Nachrichten für Kinder: Viel weniger Vögel in Deutschland

Besonders Feldlerchen und Kiebitze, die auf landwirtschaftlich genutzten Flächen leben, haben Probleme.

Weniger Vögel in Deutschland 04.05.2017

KiRaKa | 04.05.2017 | 01:39 Min.

Es gibt nur noch halb so viele Vögel in Deutschland wie noch vor 30 Jahren. Das hat die Bundesregierung im Parlament gesagt. Besonders schlimm hat es die Vögel getroffen, die dort leben, wo Landwirte auf Äckern und Weiden unsere Lebensmittel produzieren.

Manche Vogelarten wie der Specht und der Kleiber leben hauptsächlich im Wald. Aber eine sehr große Zahl von Vögeln braucht das offene Land, also wo Bäume nicht so dicht stehen wie im Wald. Dazu zählen unsere Gärten am Haus, auch Parks in den Städten - vor allem aber: Kartoffeläcker, Apfelbaumfelder und Viehweiden, also die Flächen, auf denen die Bauern unser Essen herstellen.

Weniger Lebensraum für Vögel

Aber dieser Lebensraum für Vögel hat sich seit 30 Jahren sehr stark geändert: Fabriken und Wohnhäuser stehen auf Flächen, auf denen vorher Weiden und Äcker waren. Und das Fressen der Vögel, Würmer und Insekten, sind von immer mehr und stärker wirkenden Pflanzenschutzmitteln weggespritzt worden.

Bodenbrüter kriegen Probleme

Manche Vögel wie die Feldlerche bauen ihre Nester nur im Gras am Boden, und das darf nicht zu trocken sein und vor allem: Es darf nicht so hoch wachsen wie Maisfelder. Dann hat die Lerche Angst vor dem Fuchs, der sich unbemerkt anschleichen kann, und meidet solche Flächen, baut also keine Nester mehr. Die Folge: Wo früher drei Lerchenpaare lebten, gibt es heute noch eines.

Kaum noch Kiebitze

Bei den Kiebitzen, die ihre Hauptnahrung, die Regenwürmer, nur aus feuchtem Boden ziehen können, ist es noch schlimmer, vier von fünf Kiebitzpaaren sind verschwunden.

Und so kann man die Liste immer noch weiter fortsetzen: Heute gibt es nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren!

Stand: 04.05.2017, 18:00

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