Ein großer Staudamm in den USA droht zu brechen

Der Wasserfall am Staudamm-Ablauf schießt mit unglaublicher Macht ins Tal

Ein großer Staudamm in den USA droht zu brechen

Staudämme können unglaubliche Wassermassen halten. Aber wenn es, wie in den USA in den vergangenen Tagen, einfach zu viel regnet, muss der Damm vollkommen in Ordnung sein. Bei diesem ist der Ablauf kaputt.

Großer Staudamm in den USA droht zu brechen 14.02.2017

KiRaKa | 14.02.2017 | 01:54 Min.

In Kalifornien sind zehntausende Menschen auf der Flucht. Sie haben Angst, dass ein Staudamm bricht und gewaltige Wassermassen sie und ihre Häuser fortschwemmen. Warum der Staudamm zu brechen droht? Es hat in Kalifornien unglaublich geregnet und der Stausee hinter der Staumauer ist voll. Nun hat jeder Staudamm einen Überlauf, ganz ähnlich wie beim Waschbecken, wo das Wasser ablaufen kann, wenn es zu hoch steigt. Doch dieser Überlauf ist kaputt.

Halten unsere Staudämme in Nordrhein-Westfalen?

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es viele Stauseen mit Staumauern – kann so etwas auch bei uns passieren? Die Frage haben wir Professor Jürgen Jensen gestellt. Er ist Professor an der Universität in Siegen und hat dort ein großes „Wasserbaulabor“. So ein Wasserbaulabor ist eine große Badewanne. Und in dieser Riesenbadewanne hat Jürgen Jensen einen Staudamm gebaut. Nicht irgendeinen, sondern die «Malter Talsperre» bei Dresden. Er hat sie ganz genau nachgebaut, nur viel kleiner, also im Modell, mitsamt Stausee. Das Wasser, das er in seinen Stausee hineinlaufen lässt. ist echt. So testet er im Labor in Siegen im Kleinen, ob die große Talsperre mit so viel Wasser klarkommt, wie bei schweren Regenfällen zu erwarten ist.

Und wenn es bei uns heftig regnet?

Sein Ergebnis: Mmhh, das könnte knapp werden. Deshalb hat er vorgeschlagen, einen zusätzlichen Überlauf zu bauen, damit auch nichts schief geht. Und dieser soll jetzt so schnell wie möglich gebaut werden. Jürgen Jensen ist übrigens überzeugt davon, dass wir auf unsere Talsperren viel besser achtgeben als die Amerikaner, die es wohl etwas locker genommen haben. Talsperren bei uns müssen sogar mit schweren Unwettern zurechtkommen, wie sie einmal in 10.000 Jahren passieren. Und das kommt zum Glück nur ganz, ganz, ganz selten vor.

Stand: 14.02.2017, 17:06

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