Nachrichten für Kinder: Bedrohte Tiere und Pflanzen

Eine Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus auf einem Zweig

Nachrichten für Kinder: Bedrohte Tiere und Pflanzen

Die neue Rote Liste ist veröffentlicht worden. Damit wollen Forscher zeigen, welche Tier- und Pflanzenarten dringend vor dem Aussterben geschützt werden müssen.

Rote Liste der Weltnaturschutzunion

KiRaKa | 14.09.2017 | 02:01 Min.

Es gibt unglaublich viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf der Welt: Kleine Tiere, große Tiere, blühende Blumen, mächtige Bäume. Um da nicht den Überblick zu verlieren, zählen Forscher durch – und schauen dabei gleichzeitig, ob es den verschiedenen Arten gut oder schlecht geht – also ob sie vom Aussterben bedroht sind. All diese Arten – egal, ob es ihnen gut oder schlecht geht - stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion. Diese Liste wird immer wieder auf den neusten Stand gebracht, auch jetzt wieder.

Zwergfledermaus ausgestorben

In der Nähe von Australien liegt die Weihnachtsinsel – die heißt wirklich so. Und dort lebte lange auch die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus. Doch die letzte dieser 4 Zentimeter großen Fledermäuse haben Forscher vor über 8 Jahren aus den Augen verloren. Darum denken sie nun, dass diese Art ausgestorben ist. Und das steht nun auch genauso in der neuen Roten Liste der gefährdeten Arten. Vorher stand dort: Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus ist stark gefährdet – nun steht da: ausgestorben.

Antilopen werden gejagt

Auch um einige afrikanische Antilopen-Arten machen sich die Forscher Sorgen – sie standen lange als „ungefährdet“ in der Liste. Doch weil sie für ihr Fleisch gejagt werden und immer mehr ihres Lebensraums für die Landwirtschaft, also für Felder, gebraucht wird, sind sie nun doch bedroht.

Käfer bedrohen Eschen

Auch aus der Pflanzenwelt gibt es schlechte Nachrichten: Den Eschen in Nordamerika geht es schlecht. Eschen sind Laubbäume, die man auch oft bei uns in Deutschland findet. In Nordamerika sind sie sehr bedroht, denn dort wurden vor vielen Jahren Asiatische Eschenprachtkäfer eingeschleppt – vermutlich in einer Schiffsladung Holz. Die Larven dieser Käfer fressen sich ins Holz der Bäume und viele Eschen sterben daran. In Deutschland gibt es den Käfer noch nicht, aber in einigen Jahren könnte er auch hier ankommen und die Eschen bedrohen.

Mit der Roten Liste wollen Forscher zeigen, um welche Arten wir uns ganz schnell kümmern müssen, um sie vor dem Aussterben zu schützen.

Stand: 14.09.2017, 16:15

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