Nachrichten für Kinder: Hilfe an der Autobahn

Notrufsäule an einer Autobahn.

Nachrichten für Kinder: Hilfe an der Autobahn

Die Niederlande schaffen die Notrufsäulen an Autobahnen ab, weil inzwischen jeder ein Handy habe, um Hilfe zu holen. In Deutschland sollen sie aber bleiben.

Niederlande schaffen Notrufsäulen an der Autobahn ab

KiRaKa | 11.07.2017 | 01:40 Min.

In den Niederlanden werden die Notrufsäulen abgeschafft

Sie gehören zum Bild einer jeden Autobahn. Im Abstand von zwei Kilometern stehen die orangenen Notrufsäulen. In den Niederlanden sind sie gelb. Doch unsere Nachbarn haben das System nun abgeschafft. Alle 3300 Notrufsäulen werden abgeschaltet. Die Säulen kosten rund eine Million Euro im Jahr bei nur 30.000 Notrufen. Es lohne sich also nicht mehr. Ein Sprecher der niederländischen Straßenwacht sagte, dass inzwischen doch fast jeder ein Handy dabei habe und so viel schneller Helfer anrufen könne. In den Niederlanden heißen die Säulen übrigens „praatpaal“. Auf Deutsch heißt das „Redepfahl“. Die alten Säulen werden aber nicht verschrottet, sondern sie werden weiterverwendet. Ein Unternehmen macht aus ihnen Ladestationen für E-Bikes oder sprechende Info-Säulen für Museen und touristische Sehenswürdigkeiten.

Alle zehn Minuten werden die Säulen in Deutschland genutzt

In Deutschland gibt es bisher keine Diskussion, das System an den Autobahnen abzuschaffen. Zahlen belegen, dass sie noch sehr häufig genutzt werden. Im Schnitt fordern alle zehn Minuten Autofahrer über sie Pannen- und Rettungsdienste an. Der Spitzenreiter unter den Notrufsäulen ist ein Melder an der Autobahn 5 in Hessen. Auf Platz zwei liegt eine Säule an der A1 in der Nähe von Blankenheim in der Eifel in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde im vergangenen Jahr 136 Mal benutzt. Vielleicht liegt es daran, dass das Handynetz in der Eifel nicht immer zuverlässig ist.

Stand: 11.07.2017, 16:28

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