Nachrichten für Kinder: Great Barrier Reef in Gefahr

Ein Taucher an angeblichenen Korallen im Great Barrier Reef

Nachrichten für Kinder: Great Barrier Reef in Gefahr

Das größte Korallen-Riff der Erde hat kaum noch eine Chance auf Erholung, sagen australische Wissenschaftler.

Great Barrier Reef in Gefahr 10.04.2017

KiRaKa | 10.04.2017 | 01:43 Min.

Tiere, die am Meeresboden festsitzen

Korallen sehen aus wie Pflanzen, die am Meeresboden wachsen. Tatsächlich sind es aber Tiere, die am Boden festsitzen. Am bekanntesten sind Stein-Korallen, die Skelette aus Kalk bilden. Über lange Zeit hinweg wird aus den Skeletten vieler Tiere ein ganzes Korallen-Riff. Eine solche Unterwasser-Welt ist nicht nur für Taucher faszinierend, sondern bietet auch einen Lebensraum für hunderte andere Tierarten und Pflanzen.

Algen färben die Korallen

Die bunten Farben eines Riffs, die ihr vielleicht von Unterwasser-Fotos oder aus einer Tauch-Doku kennt, stammen nicht von den Korallen selbst, sondern von Algen, die auf ihnen leben. Unter günstigen Bedingungen leben Korallen und Algen in einer Gemeinschaft, die beiden nutzt.

Problem: zu viel Wärme

Wird aber das Wasser des Meeres zu warm, dann werden die Algen giftig und die Korallen stoßen sie ab. Dadurch verlieren die Korallen ihre Farbe – das nennt man Korallen-Bleiche. Dies ist im vergangenen und in diesem Jahr bei vielen Korallen im Great Barrier Reef passiert. Wenn dieser Zustand länger andauert, dann können die Korallen nicht weiter leben. Ohne die Algen ist also das ganze Riff in Gefahr.

Forscher: Schuld ist der Klimawandel

Schon zwei Drittel des Great Barrier Reefs seien betroffen, sagen australische Wissenschaftler. Sie machen den Klimawandel dafür verantwortlich und sehen für Teile des Riffs kaum noch Chancen zur Erholung. Denn selbst schnell wachsende Korallen bräuchten mindestens zehn Jahre, um sich komplett von einer Bleiche zu erholen.

Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef liegt vor der Nordküste Australiens und ist das größte Korallenriff der Erde. Leider ist das Korallenriff vom Klimawandel bedroht.

Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef heißt auf Deutsch Großes Barriereriff und liegt vor der Nordküste Australiens. Seit einem Jahr ist es von der sogenannten Korallenbleiche befallen und Wissenschaftler sind skeptisch, ob es sich wieder komplett erholt.

Das Great Barrier Reef heißt auf Deutsch Großes Barriereriff und liegt vor der Nordküste Australiens. Seit einem Jahr ist es von der sogenannten Korallenbleiche befallen und Wissenschaftler sind skeptisch, ob es sich wieder komplett erholt.

Korallen reagieren ganz stark auf Temperaturen und können nur in bestimmten Bereichen existieren. Hier seht ihr einen roten Schwamm, der noch gesund ist.

Korallen bilden sozusagen ein Team mit Algen, die sich auf sie setzen. Aufgrund der Algen sind Korallen auch so unterschiedlich gefärbt. Diesen Zusammenschluss zwischen Korallen und Algen nennt man Symbiose.

Wenn das Wasser wärmer wird, stoßen die Korallen die Algen ab. Sie verlieren dann auch ihre schönen bunten Farben. Wenn das Wasser zu lange eine höhere Temperatur hat, sterben die Korallen vollständig ab.

Die Korallenbleiche ist also der Zustand, wenn die Algen nicht mehr auf den Korallen sitzen. Dies ist gefährlich für das gesamte Riff, da die Korallen die Algen brauchen und ohne diese absterben.

Stand: 10.04.2017, 18:48

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