Bald wird ein riesiger Eisberg geboren

Ein gewaltiger Riss im sogenannten Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis trennt das Eis zunehmend vom Festland. So könnte bald ein großer Eisberg entstehen.

Bald wird ein riesiger Eisberg geboren

Am Südpol sorgt ein Riss im Schelfeis dafür, dass sich bald einer der größten Eisberge löst, der je vermessen wurde.

Einer der größten Eisberge entsteht 09.01.2017

KiRaKa | 09.01.2017 | 01:18 Min.

Bei uns ist Winter, aber am Südpol ist Sommer. Dort, in der Antarktis, passiert wahrscheinlich bald etwas Besonderes: Ein Eisberg wird geboren, und zwar einer der größten Eisberge, die Menschen je gesehen haben.

160 Kilometer langer Riss

Britische und deutsche Polarforscher sind aufgeregt. Sie erforschen seit Jahren eine eisbedeckte Meeresbucht an der antarktischen Halbinsel. Dort ist das Eis mehr als 350 Meter dick. Und trotzdem setzt der Klimawandel dem Larsen C Schelfeis zu. Dort hat sich ein Riss im Eis gebildet. Nach neusten Messungen ist der schon 160 Kilometer lang. Es fehlen nur noch 20 Kilometer, dann bricht eine riesige, lange Eisscholle vom Schelfeis ab.

Einer der zehn größten Eisberge

Sie wird es wahrscheinlich in die TopTen der größten je vermessenen Eisberge schaffen. Würde man die Eisscholle auf Deutschland legen, würde sie die fast die ganze Nordseeküste bedecken, von Borkum bis Hamburg. Polarforscher glauben, dass es in den nächsten Monaten soweit sein könnte, vielleicht sogar schon im März.

Meeresanstieg wenn das ganze Schelfeis abbröckelt

Wenn diese Eisscholle im Meer dann mit der Zeit schmilzt, steigt der Meeresspiegel davon kaum an. Aber es kann passieren, dass in den kommenden Jahrzehnten das ganze Larsen C Schelfeis wegbröckelt und alle Gletscher, die dazu gehören. Falls das passiert, würde der Meeresspiegel schon spürbar ansteigen, nämlich um zehn Zentimeter. Das haben Forscher ausgerechnet.

Stand: 09.01.2017, 19:06

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