Großbritannien beantragt Brexit

Premierministerin May mit Aktenordner

Großbritannien beantragt Brexit

Der 29. März 2017 ist ein so genannter historischer Tag für die Europäische Union. Das heißt, es ist ein Tag, der die Vereinigung von bisher 28 Ländern für immer verändert. Es geht um den so genannten Brexit, den Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union. Theresa May hat ihn am Mittwoch beantragt.

Großbritannien beantragt offiziell Brexit

KiRaKa | 29.03.2017 | 01:53 Min.

Vielleicht könnt ihr euch erinnern: Im vergangenen Sommer hatte knapp mehr als die Hälfte der britischen Bürger bestimmt, dass sie aus der EU austreten wollen. Und heute kam ein Brief beim Europäischen Rat in Brüssel an, in dem die britische Regierung ganz offiziell den Antrag dazu gestellt hat.

Wenn einem Pflichten zuviel sind

Stellt euch vor, eure Klasse hätte verschiedene Vereinbarungen mit allen anderen Klassen. Zum Beispiel, wer den Schulhof sauber hält, oder welche Klasse wie oft in der Turnhalle eine Party machen darf. Von den Regelungen haben alle etwas, aber manche Klassen denken: Wir sind doch nie auf dem Schulhof, warum sollen wir uns dann daran beteiligen, ihn sauber zu halten?

So ähnlich geht es den Briten oder zumindest einer guten Hälfte der Briten mit der EU. Sie wollen ihre Pflichten nicht mehr haben, und deshalb hat Theresa May, die Premierministerin von Großbritannien, am 29. März diesen wichtigen Brief an die EU geschickt.

Kein Zurück mehr

In der Hauptstadt London sagte May am Mittag: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Und so ist es auch. Hat ein Land den Antrag auf Austritt gestellt, hat es noch zwei Jahre Zeit, mit der Europäischen Union darüber zu verhandeln, wie genau der Austritt ablaufen soll. Das heißt: spätestens im März 2019 ist Großbritannien raus, und die EU besteht nur noch aus 27 Staaten.

Beide Seiten wollen jetzt das Beste für sich rausholen, und was genau das ist, werden sie erstmal für sich besprechen. Und dann werden sie sich wieder an einen Tisch setzen und gucken, wie das geht: rund 20.000 Regeln und Gesetze aufzulösen. So viele sind es nämlich, die die EU und Großbritannien bisher miteinander verbinden, und dabei geht es vor allem um sehr viel Geld.

Stand: 29.03.2017, 17:38

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