Nachrichten für Kinder: UNICEF fordert Schutz für Flüchtlingskinder

Mladi i deca u čamcu na naduvavanje, nakon što je brod kojim su ih prevozili preko Sredozemnog mora potonuo

Nachrichten für Kinder: UNICEF fordert Schutz für Flüchtlingskinder

Das Kinderhilfswerk UNICEF und die Internationale Organisation für Migration haben mit 11.000 Flüchtlingen unter 18 Jahren über ihre Erlebnisse gesprochen.

UNICEF fordert mehr Schutz für junge Flüchtlinge 12.09.2017

KiRaKa | 12.09.2017 | 01:42 Min.

Unter den Flüchtlingen, die nach Europa kommen, sind nicht nur Erwachsene und Familien, sondern auch viele unbegleitete Kinder und Jugendliche. Wie geht es ihnen dabei, wenn sie alleine fremde Länder durchqueren und die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer auf sich nehmen müssen?

Das Kinderhilfswerk UNICEF und die Internationale Organisation für Migration haben mit 11.000 Flüchtlingen unter 18 Jahren darüber gesprochen. Was sie unterwegs erlebt haben, weiß Ninja Charbonneau von UNICEF:

Die Flucht ist oft schrecklich

"Die Kinder und Jugendlichen berichten uns zum Teil schreckliche Erlebnisse, die sie durchmachen mussten. Und ich finde, man muss da noch dazu sagen, viele von denen haben ja schon dort, wo sie herkommen, Schreckliches erlebt.

Sie kommen zum Beispiel aus einem Kriegsland wie Syrien oder Irak, oder kommen aus wirklich schrecklichen armen Verhältnissen, armen Familien, und dann auf dem Weg, auf der Flucht, geht es ihnen auch nicht besser.

Junge Flüchtlinge sind großen Gefahren ausgesetzt. Viele Jugendliche haben uns zum Beispiel berichtet, dass sie unterwegs geschlagen wurden, dass sie eingesperrt wurden, weil man sie davon abhalten wollte, ihre Reise fortzusetzen. Oder dass sie hart arbeiten mussten,  um sich diese Reise irgendwie zu verdienen."

UNICEF: Mehr Kinder und Familien sollten einreisen dürfen

Wir denken, dass die größte Hilfe wäre, mehr Kindern zu erlauben, mit ihren Familien zusammen nach Deutschland oder in andere wohlhabendere Länder in Europa zu kommen, und sich hier eine Zukunft aufzubauen.

Und wir müssten insgesamt einfach dafür sorgen, dass – egal, wo sie sind – in ihren Herkunftsländern, unterwegs auf der Flucht, oder eben bei uns in Deutschland, wo sie ankommen, dass sie dort sicher und geschützt sind.

Stand: 12.09.2017, 18:44

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