Jäger schießt Jäger ins Knie

Schwerverletzter bei Jagdunfall

Jäger schießt Jäger ins Knie

  • 73-jähriger Jäger bei Fuchsjagd in Mönchengladbach angeschossen
  • Laut Polizei schoss 19-jähriger Mann irrtümlich auf den Senior
  • Ermittlungen gegen den unerfahrenen Schützen aufgenommen

Ein schwerer Jagdunfall hat sich am Sonntagmorgen (31.01.2016) in Mönchengladbach ereignet. Gegen 10 Uhr schoss ein 19-jähriger Jäger bei der Fuchsjagd auf einen 73-jährigen Jagdgenossen. Wie ein Polizeisprecher sagte, schoss der "unerfahrene" Jungjäger "irrtümlich" auf den älteren Mann.

Zu früh geschossen

Neben einer Tanne ist der Schattenriss eines Jägers mit Gewehr im Anschlag zu sehen, im Hintergrund eine Wiese.

Zu dem Zwischenfall kam es im Mönchengladbacher Stadtteil Rheindahlen-Kothausen. Eine sechs- bis siebenköpfige Gruppe von Jägern wollte nach Polizeiangaben einen Fuchs jagen und hatten hierzu eine Strohmiete, einen Haufen von Strohballen umstellt, in dem das Tier Schutz gesucht haben soll. Dabei schoss der 19-Jährige mit seinem Schrotgewehr zu früh und traf den 73-Jährigen ins Knie. Der ältere Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er operiert werden sollte.

Gegen den junge Schützen laufen nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der 19-Jährige war laut Polizei bei der Jagd von seinem Vater begleitet worden. Das Mindestalter für die Jägerprüfung liegt laut NRW-Jagdverband bei 15 Jahren.

Stand: 31.01.2016, 12:30

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