Bundesamt für Naturschutz warnt vor neuen Tierarten

Waschbären durchstöbern Abfalleimer

Bedrohte Ökosysteme in Europa

Bundesamt für Naturschutz warnt vor neuen Tierarten

Von Jörg Sauerwein

Der Waschbär dürfte das bekannteste Beispiel für eine Tierart sein, die nicht aus Deutschland kommt und viele Schäden anrichtet. Rund 170 solcher so genannter invasiver oder zumindest potenziell invasiver Arten gibt es inzwischen in der Tier- und Pflanzenwelt.

Viele bedrohen ganz konkret die heimischen Ökosysteme wie zum Beispiel auch der japanische Staudenknöterich. Wo er sich ausbreitet, wächst nichts anderes mehr.

Die invasiven Arten, die sich dank der Globalisierung zum Beispiel aus Nordamerika oder Asien bei uns breit machen, verursachen in Europa schon jetzt Schäden, die auf rund zwölf Milliarden Euro geschätzt werden.

Der Japanische Staudenknöterich oder Zugespitzter Knöterich (Fallopia japonica)

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica)

Mit einem Handbuch, das erstmals mehr als 3.000 verschiedene Maßnahmen gegen diese Tiere und Pflanzen auflistet, will das Bundesamt für Naturschutz in Bonn Antworten geben, was gegen diese Arten getan werden kann. Denn in vielen Fällen sei die Vorsorge vor weiterer Ausbreitung oder auch die Bekämpfung durchaus möglich, erklärte Bundesamtspräsidentin Beate Jessel.

Dabei ist allerdings wichtig, dass nicht die falschen Maßnahmen ergriffen werden: Einfach Herausreißen kann bei Pflanzen auch dazu führen, dass man damit noch stärker für die Verbreitung sorgt.

Stand: 28.01.2016, 15:42

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