Hundertschaft abgelehnt?

Polizei am Kölner HBF

Neue Erkenntnisse zur Silvesternacht

Hundertschaft abgelehnt?

Die Duisburger Leitstelle der Landespolizei hatte in der Kölner Silvesternacht den Kollegen vor Ort Verstärkung angeboten. Das wurde allerdings von den Verantwortlichen abgelehnt, wie jetzt bekannt wurde. Damit hätten in Köln drei weitere Züge einer Einsatz-Hundertschaft die Beamten unterstützen können.

Die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes in der Kölner Silvesternacht müssen sich jetzt dem Vorwurf stellen, in dem besagten Fall Verstärkung abgelehnt zu haben. Ihr Angebot sei ausgeschlagen worden, bestätigte die Duisburger Leitstelle der Landespolizei dem WDR.

Hundertschaft hätte nach Köln geschickt werden können

Die Landespolizei hat den Einsatzverantwortlichen der Kölner Silvesternacht nach eigener Darstellung weitere Verstärkung angeboten. Dies sei aber in Köln abgelehnt worden, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW (LZPD) am Freitag (08.01.2016) in Duisburg. Seiner Darstellung nach wäre es möglich gewesen, eine zusätzliche Einsatz-Hundertschaft nach Köln zu schicken. Am besagten Abend war sie auf die drei verschiedenen Standorte Aachen, Wuppertal und Gelsenkirchen verteilt gewesen. Somit hätten die Beamten in Köln eine Unterstützung von weiteren 114 Polizisten haben können.

Die Duisburger Leitstelle der Landespolizei koordiniert die Kräfte der Bereitschaftspolizei und der Spezialeinheiten für ganz NRW. Jede Kräfteanforderung werde unter Berücksichtigung aller Einsätze im Land, aber auch der nationalen und internationalen Sicherheitslage, bewertet. Danach werde der Kräfteansatz bemessen.

Stand der Dinge bisher

Die auf dem Bahnhofsgelände zuständige Bundespolizei hat bisher 32 Straftaten festgestellt. Dazu zählen Körperverletzungen, Diebstähle und Sexualdelikte. Bei der Polizei Köln liegen soweit 170 Anzeigen vor.

Stand: 08.01.2016, 16:44