Flusspegel steigen in NRW

Vögel fliegen am 11.02.2016 in Köln bei Hochwasser am Rheinufer entlang

Schifffahrt in Köln eingeschränkt

Flusspegel steigen in NRW

Von Anke Fricke

Der tagelange Regen lässt die Flüsse steigen. Auf dem Rhein bei Köln müssen Schiffe die Geschwindigkeit drosseln, weitere Einschränkungen werden aber nicht erwartet. Auch an der Ruhr steigen die Pegel. Im Sauerland läuft die Diemeltalsperre über.

Der tagelange Regen lässt die Flusspegel in NRW am Donnerstag (11.02.2016) steigen. Zwischen Köln und Bonn wurde die Schifffahrt eingeschränkt, hier muss die Geschwindigkeit gedrosselt und in der Flussmitte gefahren werden. Diese Maßnahmen gelten ab einem Pegelstand von 6,20 Metern. In Köln lag der Rheinpegel am Nachmittag bei 6,67 Metern. Dabei soll es voraussichtlich bis zum Wochenende bleiben. Der Höhepunkt sei hier bereits erreicht, heißt es beim Wasser- und Schiffahrtsamt Duisburg (WSA).

Duisburg rechnet mit weiter steigendem Pegel

Anders in Duisburg, hier rechnen Beobachter bis zum Wochenende mit steigendem Pegel. Dieser könnte bis auf acht Meter hoch gehen, so das WSA Duisburg. Auch in der Grenzregion bei Emmerich steige der Pegel deutlich. Einschränkungen für die Schifffahrt gebe es hier aber nicht. Am Niederrhein tritt zudem die Niers über die Ufer, vor allem in Goch und Weeze sind ufernahe Wiesen bereits überflutet. Ausflügler am Radwanderweg bekommen derzeit nasse Füße. Der Niersverband erklärt, man habe keinen Einfluss auf die Hochwasserentwicklung im Bereich des Unterlaufs, da es dort im Gegensatz zum Oberlauf, keine Rückhaltebecken gebe.

Bäume stehen am 11.02.2016 in Köln auf einer überfluteten Rheinwiese

Volle Flüsse in NRW

Auch die Ruhr führt derzeit viel Wasser, allerdings werden derzeit keine Hochwassermeldegrenzen erreicht. Ebenso bleiben die Stauseen entlang der Ruhr unter den Meldegrenzen, nachdem diese in der Vorwoche an einigen Stellen überschritten worden waren. Momentan würden sich die Stauseen eher leeren, heißt es beim Ruhrverband Essen.

Stausee schwappt über

Übervoll ist hingegen die Diemeltalsperre bei Brilon, die zum Einzugsgebiet der Weser gehört: Am Donnerstag stürzte reichlich Regen- und Schmelzwasser über die Krone der Sperrmauer. Das Schauspiel komme an der Talsperre, die in Hessen und Nordrhein-Westfalen liegt, nur alle paar Jahre vor, sagte WSA-Sprecher Odo Sigges der Deutschen Presseagentur dpa. "Das ist aber kein Problem, dafür ist sie ausgelegt", betonte er. Das Wasser laufe in einen Ausgleichsweiher und dann in die Diemel. In der kommenden Woche soll der Pegel des Diemelsees wieder sinken.

Stand: 11.02.2016, 16:26

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