Sexuelle Übergriffe in Flüchtlingsheimen

Sexuelle Übergriffe in Flüchtlingsheimen

In Flüchtlingsunterkünften gibt es immer wieder sexuelle Übergriffe gegen Frauen, ein Massenphänomen ist das aber nicht. Das ist die Einschätzung von Frauenberatungsstellen in Südwestfalen.

Grundsätzlich sei das Risiko von Missbrauch oder Belästigungen jedoch groß. Viele Frauen würden sich nicht trauen, nachts ihre Zimmer zu verlassen, um zur Gemeinschaftstoilette zu gehen, berichtet eine Mitarbeiterin einer Frauenberatungsstelle. Die Frauen hätten Angst vor sexuellen Übergriffen durch andere Bewohner oder Besucher.

Deshalb versuchen die Beratungsstellen, Betreiber von Unterkünften für solche Risiken zu sensibilisieren - und beispielsweise separate Toiletten zu bauen. Die geplante Zentrale Unterbringungseinrichtung nur für Frauen und Kinder in Wickede-Wimbern sei ein guter Schritt, um Flüchtlings-Frauen vor sexueller Gewalt zu schützen.

Der WDR hatte zuletzt über den Verdacht berichtet, dass Security-Mitarbeiter in Burbach eine Flüchtlingsfrau sexuell missbraucht haben könnten.

Stand: 18.08.2016, 07:50