Angriff auf Asylbewerber

Flüchtlingsunterkunft

Schreck durch Schreckschusspistole

Angriff auf Asylbewerber

In einer Flüchtlingsunterkunft in Ahaus ist ein Flüchtling von zwei jungen Männern mit einer Schreckschusspistole angegriffen worden. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus.

Fünf Schüsse unmittelbar neben einer Flüchtlingsunterkunft in Ahaus sorgten in der Nacht zum Sonntag (14.02.2016) für Unruhe. Die beiden Männer, die die Schüsse abgegeben hatten, betraten nach Angaben der Polizei kurz danach das Gebäude. Ein Bewohner, ein 30-jähriger Iraner, war durch die Schüsse aufgeschreckt worden und wollte nach dem Rechten sehen. Im Flur sah er zwei dunkel gekleidete Männer, von denen einer eine Pistole auf den Bewohner richtete und abdrückte.

Opfer kommt mit Schrecken davon

Weil es sich um eine Schreckschusspistole handelte, blieb der Iraner unverletzt, flüchtete aber verängstigt in sein Zimmer. Die Täter warfen noch einen Feuerlöscher in den Flur und verließen das Gebäude. Bei der Fahndung konnte die Polizei einen 25-Jährigen aus Ahaus und einen 26-Jährigen aus Gescher festnehmen. Beide Männer waren angetrunken und mit Schreckschusspistolen bewaffnet, obwohl sie dafür keine Berechtigung hatten.

Wahrscheinlich fremdenfeindlicher Hintergrund

Weil die Polizei von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgeht, hat der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Münster die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Ermittler sind die beiden Männer geständig im Hinblick auf die Beteiligung an der Tat, zum Motiv haben sie sich bisher nicht geäußert. Die Verdächtigen mussten eine Blutprobe abgeben und ihre Führerscheine wurden beschlagnahmt.

Stand: 14.02.2016, 15:15