Ist der Feuerteufel gefasst?

Kaum noch erkennbare Rückbank eines verbrannten Autos

Serien-Brandstifter in Leichlingen

Ist der Feuerteufel gefasst?

Seit Monaten brennt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder in Kellern oder vor Wohnungstüren in Leichlingen. Draußen stehen Autos in Flammen. Damit könnte jetzt Schluss sein. Möglicherweise hat die Polizei den "Feuerteufel" von Leichlingen jetzt geschnappt.

Die Polizei hat am Montag Abend (11.01.2016) in Leichlingen eine Frau auf frischer Tat ertappt, als sie gerade versuchte, ein Auto anzuzünden. Die Beamten haben die 59-Jährige festgenommen. Sie sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Möglicherweise ist sie der "Feuerteufel" von Leichlingen. Denn die Polizei geht davon aus, dass die Frau für mehrere Brände verantwortlich ist. In den letzten Monaten hatte es in Leichlingen immer wieder gebrannt.

Letzter PKW-Brand am Montag

Brennendes weißes Auto bei Nacht

Dieses Auto brannte im Dezember

Im Stadtviertel Cremer's Weiden brannten in der Nacht zum 29. Dezember zwei Autos komplett aus, drei weitere wurden stark beschädigt. Das letzte Auto brannte am Montagabend in der Kleinstrasse in Leichlingen. Die Brandermittler gehen davon aus, dass die Festgenommene auch dafür verantwortlich ist. Insgesamt gab es laut Polizei in den letzten Monaten 19 Brandstiftungen in Leichlingen - alle in einem engen örtlichen Radius.

Hochhausbrand im Büscherhof

Der Höhepunkt der Brandserie war Anfang des letzten Jahres. Da brannte es in einem Hochhaus im Büscherhof. Rund 70 Bewohner mussten sich nachts in Sicherheit bringen. Fünf Menschen wurden verletzt; die Heizungsanlage der ganzen Siedlung war zerstört. Seit den Bränden in ihrer Siedlung sind die Bewohner beunruhigt. Sie haben Angst. Birgit Gutsche zum Beispiel lebt seit 50 Jahren am Büscherhof. "Immer, wenn ich irgendwo bin, denke ich, hoffentlich steht meine Wohnung noch, wenn ich nach Hause komme.“ Möglicherweise ist der Spuk für die Anwohner jetzt vorbei.

Stand: 12.01.2016, 16:55

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