Der letzte Gast: Thomas Gottschalk

Der letzte Gast: Thomas Gottschalk

Nächste Woche feiern Christine Westermann und Götz Alsmann mit vielen Stargästen nach 20 Jahren die große Abschiedsparty ihres TV-Klassikers „Zimmer frei!“. Doch zuvor heißt es zum allerletzten Mal: Rote oder grüne Karte? Darf der Promi-Gast in das freie Zimmer einziehen? Mit Thomas Gottschalk stellt sich am Sonntag, 18. September 2016, ein WG-Kandidat vor, der selbst Fernsehgeschichte geschrieben hat und sich freut, in der letzten regulären Folge der Kultshow zu Gast zu sein.

Thomas Gottschalk

Bei „Zimmer frei!“ blickt der Showmaster, der mit „Wetten, dass...?“ eine der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungssendungen moderierte, auf seine Karriere zurück. „Ich habe nie in meinen Sendungen darauf geachtet, keine Fehler zu machen“, meint er und erinnert sich an seine Anfänge in den 1970er Jahren als Hörfunk-DJ und TV-Moderator: „Es gab damals kein Formatradio. Ich bin mit einem Stapel Platten in die Sendung gegangen, hab’ gespielt, was ich wollte, erzählt, was ich wollte. Ich war dermaßen frei, auch später im Fernsehen.“

Thomas Gottschalk

Die Mutter stand seiner Berufswahl eher ablehnend gegenüber, ihr habe er ja eigentlich versprochen, Studienrat zu werden. „Meine Mutter hat immer geglaubt, dass ich irgendwann ‘normal’ werde“, erzählt er, damit hätte sie auch seine auffälligen „Klamotten“ gemeint. Zu seinem Kleidungsstil steht der 66-Jährige bis heute und verweist auf sein Outfit: „Wer sich so ‘ne Jacke anzieht, das hat ja auch mit Bescheidenheit nichts zu tun.“

 Zimmer Frei Thomas Gottschalk Bilderrätsel

„Trotz einiger Nackenschläge“ habe er im Rückblick auf seine Karriere keinen Grund zu klagen: „Ich habe ja immer die leichte Seite des Lebens für mich in Anspruch genommen.“ Auf seine Popularität angesprochen, lächelt Thomas Gottschalk: „Ich glaube nicht, dass mein Ruhm dieses Jahrhundert überstehen wird. Das letzte hat es gerade noch so überstanden, aber in den nächsten Jahren wird sich das, glaube ich, erledigen.“

Thomas Gottschalk

Vielleicht wartet aber noch eine Zukunft als Interpret klassischer Musik auf Thomas Gottschalk, bei der Hausmusik glänzt er stimmgewaltig mit der Ballade „Heinrich der Vogler“. Im „Beatles-Musikspiel“ fühlt er sich als Fan natürlich ganz zuhause, und er ist auch sichtlich entspannt, wenn er beim Gespräch mit Christine Westermann in „seinem“ kubanisch gestylten WG-Zimmer eine Havanna-Zigarre genießen kann.

Stand: 15.09.2016, 11:41