Kamp-Lintfort - die Heimatstadt der WDR-Moderatorin Yvonne Willicks

Kamp-Lintfort - die Heimatstadt der WDR-Moderatorin Yvonne Willicks

Yvonne Willicks wurde 1970 in Kamp-Lintfort geboren und hat die ersten 22 Jahre ihres Lebens dort, im Viertel an der Marienkirche, gelebt. In der Kirche war sie Messdienerin, hat dort ihren Mann kennengelernt und geheiratet. Ihr Vater hat in der Zeche Friedrich Heinrich gearbeitet. Ihre Mutter lebt auch heute noch im Viertel. Yvonne Willicks ist oft zu Besuch. Den Wunderschön-Zuschauern stellt sie ihre Heimatstadt vor.

Ivonne Willicks mit einem Zweig

Yvonne Willicks besucht häufig ihre Heimatstadt Kamp-Lintfort.

Kloster Kamp

Das Kloster Kamp war die erste Zisterzienserabtei auf deutschsprachigem Boden. Gegründet 1123, wurde es die Keimzelle des heutigen Stadtteils Kamp und findet sich im Wappen von Kamp-Lintfort wieder. 2003 wurde der Ort als Kloster aufgegeben und ist heute ein geistliches und kulturelles Zentrum, in dem viele Veranstaltungen stattfinden.

Parkanlage mit Springbrunnen und Blumenrabatten sowie ansteigenden Terrassen

Der barocke Terrassengarten des Klosters Kamp

Das Kloster ist von verschiedenen Gartenanlagen umgeben. Besonders bekannt ist der barocke Terrassengarten, der jedes Jahr unzählige Besucher anzieht, dazu der sogenannte „alte Garten“, der Klostergarten und ein Kräutergarten mit Würz- und Heilkräutern der Volksheilkunde, die man übrigens auch vor Ort kaufen kann. Ebenso wie die Klosterpralinen, die vor Ort hergestellt werden. Ein leckerer Geheimtipp von Yvonne Willicks.

Die Zeche Friedrich Heinrich

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Nähe des Klosters Kohle gefunden. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand die Zeche Friedrich Heinrich. Damit die Bergarbeiter dort wohnen konnten, wurde um das Bergwerk eine Bergarbeiterkolonie mit mehr als 2.000 Wohnungen gebaut. Sie wird heute „Altsiedlung“ genannt und ist die größte Bergarbeitersiedlung im rheinisch-westfälischen Industriegebiet. Hier ist Yvonne Willicks aufgewachsen.

Wohnsiedlung mit herbstlich kahlen Bäumen

Die alte Bergarbeiterkolonie in Kamp-Lintfort

Der Barbaramarkt an der Marienkirche

Die Marienkirche, in der Yvonne einst Messdienerin war, ist heute ein Kindergarten. Aber der alte Glockenturm steht noch. Zu dessen Füßen findet jedes Jahr der Barbaramarkt statt - für Yvonne gibt es nichts Schöneres zur Weihnachtszeit.

Eingang zum Markt mit Schild Barbaramarkt

Yvonne Willicks mag besonders die Atmosphäre des traditionellen Barbaramarkts.

Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute und wird am Niederrhein verehrt und gefeiert. Barbara von Nikodemus, so hieß sie in Wirklichkeit, wurde von ihrem barbarischen Vater in einen Turm gesperrt. Dort hinein, so will es die Legende, schmuggelte Barbara einige kahle Kirschbaumzweige, die dort erblühten. Daraus entwickelte sich die heute sehr verbreitete Sitte, am Namenstag der heiligen Barbara, dem 4. Dezember, einen Kirschzweig zu schneiden und in ein geheiztes Zimmer zu stellen. Blüht der Zweig zum Weihnachtsfest, gilt das als gutes Zeichen für die Zukunft. Natürlich werden auf dem Barbaramarkt in Kamp-Lintfort auch Barbarazweige angeboten, doch für Yvonne Willicks zählt besonders die Atmosphäre des kleinen Marktes, wo die Bewohner der Altsiedlung schöne Dinge anbieten, an denen sie das ganze Jahr gebastelt haben - ungewöhnliche Ideen für Weihnachtsgeschenke in letzter Minute. Und traditionell tritt in der Abenddämmerung der Knappengesangsverein Friedrich Heinrich auf. Die Bergleute singen das „Steigerlied“, und die Marktbesucher singen mit. Was für ein Gänsehautmoment.

Termine:
Barbaramarkt Kamp-Lintfort vom 25.11. bis 27.11.2016 an der früheren Marienkirche/Kattenstrasse
Öffnungszeiten: Freitag von 18.00 bis 21.00 Uhr, Samstag von 13.00 bis 21.00 Uhr, Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr. Der Reinerlös des Barbaramarktes geht traditionell an soziale Projekte.

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Monika Winhuisen

Stand: 27.11.2016, 20:15