Durch das wilde Mecklenburg

Durch das wilde Mecklenburg

Unterwegs mit Marco Schreyl

Das war Natur pur: Marco Schreyl ist mit Stefanie Hein und Nicky Herrmann von der Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee gepaddelt. Über die Flüsse Mildenitz und Warnow und zwischendurch über einige idyllische Seen haben die drei in einer Woche rund 100 Kilometer geschafft. Dabei waren sie in historischen DDR-Faltbooten unterwegs, Boote, die in der DDR Kult waren, aber auch im Westen verkauft wurden. Schon in den 1970er-Jahren waren sie so ausgereift und haltbar, dass sie noch heute gute Dienste tun.

Marco Schreyl, Steffi Hein und Nicky Herrmann paddeln in Faltbooten auf einem schmalen Fluss

Marco Schreyl, Steffi Hein und Nicky Herrmann sind durch das wilde Mecklenburg gepaddelt.

Steffi und Nicky sind seit zwei Jahren ein Paar. Sie sind hier in Mecklenburg geboren und lieben es, auf dem Wasser zu sein. Nicky hat ein eigenes Motorboot und zieht Steffi oft auf dem Wakeboard über den Schweriner See. Gepaddelt haben die beiden bisher aber noch nicht, genau wie Marco.

In Neu Damerow, beim mecklenburgischen Indianer Wolfgang Kring, hat Marco Schreyl Nicky und Steffi das erste Mal getroffen. Steffi spielt dort seit Jahren in der Indianershow mit. Von Neu Damerow sind die drei dann mit einer Draisine bis kurz hinter Goldberg gefahren und haben ihre Boote in die Mildenitz eingesetzt. Es gibt drei Draisinenstrecken in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Strecke bei Neu Damerow werden die Fahrer mit Elektromotoren unterstützt - wie bei einem e-Bike.

Marco Schreyl (l), Steffi Hein und Nicky Herrmann (r) auf einer Draisine

Marco Schreyl (l), Steffi Hein und Nicky Herrmann (r) transportieren ihr Faltboot auf einer Draisine.

Auf der Mildenitz gibt es für Wasserwanderer etliche, noch sehr urwüchsige Strecken. Teilweise mussten Steffi, Nicky und Marco mit ihren Booten unter querliegenden Bäumen durch. Kurz hinter Burg Sternberg mündet die Mildenitz in die Warnow und danach folgt ein besonderes Highlight der Tour, das Warnow Durchbruchstal. Es ist in der letzten Eiszeit entstanden und bis heute hat es an dem etwa drei Kilometer langen Streckenabschnitt in einem Naturschutzgebiet noch keine wasserbaulichen Veränderungen gegeben. Die Warnow hat meistens eine milde Strömung, eignet sich also gut für Anfänger, aber im Durchbruchstal bekommt sie plötzlich richtig Fahrt. Bis nach Rostock wird die Warnow dann zunehmend breiter. Führte sie vorher viel durch Wälder, so schlängelt sie sich jetzt vor allem durch Wiesenlandschaften. In Rostock, am Mühlendamm, haben Steffi, Nicky und Marco die Boote aus dem Wasser geholt. Die letzten zehn Kilometer bis zum Meer nach Warnemünde sind sie mit dem Ausflugsdampfer gefahren.

Moderation: Marco Schreyl

Redaktion: Christiane Möllers

Autor: Dieter Schug

Stand: 08.10.2017, 20:15