Wien à la carte

Wien à la carte

Genuss ist bei einer Städtereise nach Wien garantiert. Zu jeder Jahreszeit. Restaurants von Weltformat bestehen neben urigen Beiseln. Traditionelle Café-Häuser neben hippen Szeneadressen. Und urwienerische Marktfrauen behaupten sich gegen innovative Genussunternehmen. Eine kulinarische Reportage von Stefan Quante.

Zwei der besten Adressen der Stadt befinden sich unter deutscher Leitung. Der Niedersachse Reiner Heilmann leitet das legendäre Hotel Sacher und der Spitzenkoch Silvio Nickol aus Hoyerswerda hat dem Gourmetrestaurant im Palais Coburg bereits zwei Michelin-Sterne erkocht. Die kulinarische Reisereportage zeigt die beiden deutschen Ex-Pats an ihren glamourösen Arbeitsplätzen in authentischer Art und Weise. Nebenbei lernt man außer den Chefs eines der besten Hotels und eines der führenden Restaurants der Welt kennen.

Eine kulinarische Reise durch Wien in Bildern

Genuss ist bei einer Städtereise nach Wien garantiert. Zu jeder Jahreszeit. Eine kulinarische Reportage von Stefan Quante.

Das Hotel Sacher gehört zu den Leading Hotels of the World

Das Hotel Sacher gehört zu den Leading Hotels of the World

Das Hotel Sacher gehört zu den Leading Hotels of the World

Die Hotelhalle des Hotel Sacher

Original-Sachertorte gibt es auch in Würfelform

Reiner Heilmann, Direktor des berühmten Hotel Sacher

Der Blick aus den Zimmern im Hotel Sacher auf die Hofburg ist unschlagbar

Zapfen mit Pilzfüllung im Steirereck

Ganz einfach: Bergseefisch mit Gurke im Steirereck

Das Palais Coburg hat 34 Luxus-Suiten und ein Zwei-Sterne-Restaurant

So sieht es aus, wenn Silvio Nickol im Palais Coburg Entenleber mit Karotte macht

Prunktreppe im Palais Coburg mit Kerzen

Der Prunksaal im schönsten Glanz

Das Schloss Schönbrunn im Panoramabild

Stand: 23.03.2016, 11:10 Uhr

Für die Bodenhaftung sorgen zwei weitere deutschstämmige Protagonisten – Helen Busch, eine junge Auszubildende im ersten Lehrjahr aus dem Sacher, und der kulinarisch neugierige Daniel Gahler, ein Kellner aus dem Palais Coburg. Die beiden erleben ihren neuen Arbeitsplatz und ihren Wohnort mit frischen, neugierigen Augen.

Der Film verlässt immer wieder das Hotel und Restaurant, um mit den vier Protagonisten zu ihren persönlichen Lieblingsplätzen aufzubrechen. Dort erfährt der Zuschauer mehr über die Stadt, ihre Bewohner, ihre Ernährung und über spezielle Produkte. Und er lernt spannende Menschen kennen – einen Kaffeehauskellner mit Schmäh, eine gut gelaunte Fischhändlerin und einen selbstbewussten Streetfoodkoch.

Die vier Protagonisten führen zwar durch dieselbe Stadt, aber mit unterschiedlichen Perspektiven – die spärlicher bezahlten Angestellten zeigen Wien quasi von unten: spannend, aber mit low budget. Die Chefs wohl eher die glamourösen Adressen. Der Zuschauer erlebt das Reiseziel besonders facettenreich und immer kulinarisch interessant.

Tipps und Adressen

Hotel Sacher mit Confiserie, Café und den Restaurants Anna Sacher und Rote Bar: Das Sacher an der Oper ist auch eine kulinarische Welt für sich. Restaurants und Café stehen nicht nur Hotelgästen offen. Die Confiserie verschickt die Original-Sachertorte in alle Welt.

Palais Coburg mit Restaurant Silvio Nickol: Das historische Palais birgt 34 Luxus-Suiten und eines der besten Restaurants Österreichs. Es trägt den Namen seines deutschen Küchenchefs Silvio Nickol.

Steirereck und Meierei: Das Steirereck im Stadtpark der Familie Reitbauer besteht aus zwei Restaurants. Oben das Zwei-Sterne-Restaurant gleichen Namens und unten die Meierei, wo preiswerte aber erstklassige Regionalküche geboten wird.

Lilette’s: Hier gibt es in erster Linie Säfte, Smoothies und Kaffee aus eigener Röstung.

Nascha’s: Neben neu interpretierten Klassikern der österreichischen Küche und internationalen Gerichten glänzt das moderne Restaurant mit erstklassigen Süßspeisen aus der eigenen Pâtisserie. 365 Tage im Jahr geöffnet.

Mochi: Das kleine Restaurant bietet eine kreativ interpretierte Japanische Küche. Gegenüber lockt ein Takeaway mit niedrigeren Preisen.

Tian: Das elegante Restaurant ist eines von nur zwei vegetarischen Sterne-Restaurants in Europa. Günstige Mittagsangebote.

Feinkost Böhle: Eine Mischung aus Delikatess-Geschäft und Tante Emma-Laden mit vielen Raritäten im Weinkeller und kleinem Hinterzimmer-Restaurant (nur mittags) von Erwin Jung.

Vulcanothek: Hier gibt es lange gereiften Schinken einer steirischen Genussmanufaktur und passende Weine und Wurstwaren.

Babette’s: Schöne Mischung aus Kochbuchhandlung, Café, Gewürzladen und Mittagsrestaurant direkt am schönen Innenstadtplatz Am Hof.

Kussmaul: Das weltstädtische Ambiente birgt ein Bistro und ein ambitioniertes Gourmetrestaurant. Etwas außerhalb des ersten Bezirks am beliebten Spittelberg.

Veganista: Veganes Eis natürlich aus eigener Herstellung am Rande der Josefstadt. Auch im Winter geöffnet.

Steirerstöckl: Eine ehemals heruntergekommene Schutzhütte wurde zum ganztägig gefragten Wirtshaus am Rande eines schönes Parks. Steirische Weine und Produkte stehen bei Peter Goach im Mittelpunkt. Besonders gefragt: alles vom Waldschwein.

Vollpension: Bekannt vor allem für seine Omas und ihre Kuchen nach alten Familienrezepten ohne Backmischungen. Aber auch günstige Mittagsgerichte, gleich hinter dem Naschmarkt.

Kino Schikaneder: Immer sonntags läuft hier Tatort. Dazu vielleicht ein Tegernseer Helles?

Guesthouse, Brasserie und Bakery: Neues Boutique-Hotel in einem ehemaligen Studentenwohnheim direkt an der Albertina mit eigener Bäckerei, Restaurant und ganztägigem Frühstücksangebot.

Hotel Rathaus Wein&Design: Jedes der originellen Zimmer ist einem österreichischen Winzer gewidmet – mit entsprechender Minibar. Großes Frühstücksbuffet und abends schicke Weinbar.

Café Sperl: Ein Kaffeehaus-Klassiker von 1880, der sich jeglichen Modernisierungszwang versagt hat. Eine Internetseite gibt es aber trotzdem.

Joseph Brot: Mehr als eine Bäckerei mit drei Standorten. Außer traditionellem Sauerteigbrot gibt es hier feine Pâtisserie, Burger und Bistrogerichte.

Wiesmayer-Wild: Damwild aus eigener Zucht in Hennersdorf. Im kleinen Hofladen wird zweimal pro Woche abends wild gekocht.

Eishken Estate: Eine der besten Adressen Wiens für frischen Fisch und Meeresfrüchte. Kein Restaurant!

Orangerie in Schloss Schönbrunn: Nur in den warmen Monaten sind die Zitrus-Schätze von Veredelungskünstler Heimo Karner öffentlich zu sehen, am Ostflügel des Schlosses. Aber ein Besuch der Gärten von Schönbrunn lohnt ganzjährig.

Spanische Hofreitschule: Die Morgenarbeit und die Vorführungen sind öffentlich. Aber die barocke Winterreitschule lässt sich auch für größere Veranstaltungen buchen. Vielleicht für ein Dinner mit bis zu 1.200 Personen?

Redaktion: Philipp Bitterling

Stand: 28.12.2015, 16:27