Satirischer Albtraum. Michael Hanekes Film "Happy End"

Satirischer Albtraum. Michael Hanekes Film "Happy End"

Eine Familie wie aus dem Bilderbuch? Aus dem Horrorkabinett träfe es besser. Mit kalter Präzision blickt Regisseur Michael Haneke ("Das weiße Band", "Liebe") hinter die Fassade der Familie Laurent, die dem Überdruss am Leben durch Sex, Mord und Selbstmord zu entkommen versucht.

Die Familie betreibt in Calais eine scheinbar boomende Baufirma. Die Geschäfte hat der alternde Patriarch Georges (Jean-Louis Trintignant) an Tochter Anne (Isabelle Huppert) abgegeben. Jetzt will er aus dem Leben scheiden. Doch das ist nicht so einfach, wie er sich das vorgestellt hat. In der hochherrschaftlichen Villa, die er gemeinsam mit den Familien von Tochter Anne und Sohn Thomas sowie einem marokkanischen Haushälterehepaar bewohnt, wächst die Spannung. Bis sie sich im furiosen und keineswegs glücklichen "Happy End" entlädt. Am 12. Oktober kommt der Film in die Kinos.

Autor: Joachim Gaertner

Stand: 04.10.2017, 09:10