Spanien aufgemischt - Podemos und die neue Lust auf Politik

Spanien aufgemischt - Podemos und die neue Lust auf Politik

Es tut sich was in Spanien. Erst waren sie empört, die Spanier. Sie gingen auf die Straße gegen die Sparpolitik aus Brüssel und auch Angela Merkel kam dabei nicht gut weg. Aber Empörung war gestern: die Arbeitslosen, die Jungen und viele, die den Parteien nicht mehr trauen, haben die Politik für sich entdeckt. Wir können das selber‘ ist ihr credo und so heisst auch ihre Bewegung: Podemos, die seit anderthalb Jahren eine richtige Partei ist. Podemos will keine Politik für Menschen machen sondern mit Menschen und jeder kann dabei sein. Und viele tun das – sehr viele.

Auch Manel Lacuerda aus Münster. Manel lebt seit 6 Jahren in Deutschland, er ist Ingenieur. Aber sein Herz schlägt für die spanische Politik. Extra für den Wahlkampf ist er nach Hause gefahren, um sich ein Bild zu machen über das, was Podemos schon geschafft hat für die krisengeschüttelten Spanier: Neue Strategien für den Arbeitsmarkt, neue Konzepte für den Wohnungsmarkt aber vor allem Lust auf Politik, Mitmachen und Einmischen. Und da will auch Manel dabei sein im Endspurt vor den Parlamentswahlen am 20. Dezember.

Die junge Partei macht sich große Hoffnungen. Nach ihrer Gründung kam sie Ruckzuck in’s Europaparlament und jetzt wollen sie Spanien aufmischen. Sie selber werden wohl kaum an die Regierung kommen, aber mit ihrer Mobilisierung hat Podemos so etwas wie einen Umsturz an den Urnen eingeläutet: das Aus für die 2-Parteien-Herrschaft, die seit dem Ende des Franco-Regimes vor genau 40 Jahren Spaniens Demokratie prägt. Manel kannte nie etwas anderes. Er nimmt die WELTWEIT Reporterin Gitti Müller mit nach Madrid zu den Neu-Politikern von Podemos, die sich anschicken historische Machtverhältnisse in Spanien zu kippen.

Redaktion: Elke Maar

Stand: 03.11.2015, 14:49

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