Geboren in Molenbeek - Ein Jahr nach den Anschlägen

Geboren in Molenbeek - Ein Jahr nach den Anschlägen

Über Religion darf man nicht lachen, lautet eine Regel im belgischen Molenbeek, dem armen, vorwiegend marokkanisch geprägten Brüsseler Stadtteil. Hier lebten einige der Attentäter von Paris und Brüssel.
Hand in Hand laufen der katholische Pfarrer Aurelian Saniko und Imam Jamal Habbachich durch die Straßen. Gemeinsam wollen sie die Kinder und Jugendlichen vor Radikalismus und Islamisierung schützen, wollen für Toleranz und Respekt werben. Ihr Viertel wollen sie nicht verloren geben. In Molenbeek ist das eine Herausforderung.

Über Religion muss man lachen dürfen, sagt der Schauspieler Ben Hamidou.

Über Religion muss man lachen dürfen, sagt der Schauspieler Ben Hamidou.


Auch schwer bewaffnetes Militär patrouilliert hier - zur Abschreckung. Doch Geld vom Staat, um Projekte gegen die Radikalisierung voranzutreiben gibt es nicht. Die jungen Leute haben keine Perspektive, weiß der Streetworker Hakim Naji.

Mitten in Brüssel: Aus Molenbeek stammen einige der Attentäter von Paris.

Mitten in Brüssel: Aus Molenbeek stammen einige der Attentäter von Paris.


Aber aufgeben gilt nicht, das spürt man auch im Boxclub, Molenbeeks ganzer Stolz. Hier trainiert nicht nur der derzeitige Weltmeister im Kickboxen, hier trainieren Jungs und Mädchen, Handwerker und Studenten mit dem gleichen Ziel: Respekt und Selbstvertrauen sollen helfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern.

Selbstvertrauen durch Sport - Mädchen und Jungen im Molenbeeker Boxclub Naitogym.

Selbstvertrauen durch Sport - Mädchen und Jungen im Molenbeeker Boxclub Naitogym.

Eine WELTWEIT-Reportage von Bettina Scharkus

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting

Stand: 14.03.2017, 13:07

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