Job im Gepäck: Als Postbote nach Marokko

Job im Gepäck: Als Postbote nach Marokko

Er wagt ein Experiment: Der deutsche Postbote Dominik John aus Lindlar will 12 Tage lang mit einem marokkanischen Kollegen arbeiten und auch bei ihm wohnen.

Französisch, arabisch oder gar eine der Berbersprachen spricht er nicht, und hat noch nie einen anderen Kontinent bereist.

In Marokko wird John 45 Kilometer von Marrakesch entfernt, in einem Dorf mit nur einem Postboten leben. Nichts ist mehr so, wie er es kennt: Selbst die Schrift auf den Briefen und Straßenschildern wird er nicht lesen können.

Dominik muss täglich neue Aufgaben meistern: Er wird Briefe zustellen, zu denen es keine Adresse gibt, er lernt im Schneidersitz zu essen und auf dem Bazar das Handeln. Und weil das mit der Sprache so eine Sache ist, versucht er es auch mit Musik. Sein Waldhorn hat er im Gepäck.

Auch ohne gemeinsame Sprache lernen sich der marokkanische und der deutsche Postbote beim Fußballspielen bestens kennen.

Auch ohne gemeinsame Sprache lernen sich der marokkanische und der deutsche Postbote beim Fußballspielen bestens kennen.

John ist ein fröhlicher und offener Mensch, selbstbewusst und traut sich vieles zu – theoretisch, jedenfalls. Denn praktisch hat er ein sehr geregeltes Leben, eher ohne große Abenteuer. Das ändert sich jetzt.

Autorin: Marika Liebsch

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting

Stand: 10.02.2016, 16:06