Heimat Fußball – Refugee 11

Das Team der Refugee 11 steht bereit zum Mannschaftsfoto.

Heimat Fußball – Refugee 11

In "Refugee 11" begleitet der Regisseur Jean Boué eine Gruppe von Flüchtlingen aus verschiedensten Ländern während ihrer ersten Monate in einer fremden Welt – über Wünsche, Ängste und Träume junger Männer. Eine turbulente Spielzeit mit Abdul, Denald, Eyad und dem kunterbunten Rest der "Refugee 11".

Ein Trainer gibt seinen Spielern Anweisungen.

Fairness und Disziplin auf dem Platz: Alois Görgen bringt den Geflüchteten nicht nur Fußball bei.

Abdul hat es nie leicht gehabt in Guinea. Nur zwei Jahre Schule, die Eltern starben früh. Damals träumte er von Borussia Dortmund – heute spielt er in Schwarzgelb - für den SC Germania in der Nähe von Köln. Genauso wie Denald, ein Getriebener, der auf dem Platz alles rauslässt. Der Albaner ist so aufbrausend wie torgefährlich und meist knapp vor einer Karte.

Fußballspielen gegen die Angst

Der Syrer Eyad hat englische Literatur studiert. Er wartet geduldig auf die Anerkennung seines Status – bis es soweit ist, spielt er Fußball. Auch Abdul, Denald und Eyad sind im Team der "Refugee 11", einer Flüchtlingself, die ihre erste Saison in Deutschland spielt.

Ein junger Fußballspieler beim Torabschluss.

Flucht aus der Heimat und zurückgelassene Träume: Der Stürmer Denald Jonuzi galt in Albanien als Ausnahmetalent.

Die "Refugee 11" heißen eigentlich 1. SC Germania Erftstadt-Lechenich IV. Die IV steht für die vierte Mannschaft aus Kreisklasse C, der untersten aller deutschen Fußballligen. "Refugee 11", das sind 27 Geflüchtete aus 16 Nationen.

Integration – Ein Mannschaftsspiel

Diese Mannschaft spielt nicht um den Aufstieg, sondern um die Ankunft. Nur wer regelmäßig und pünktlich zum Training kommt, wer diszipliniert ist und sich an die Spielregeln hält, wird aufgestellt.

Ein junger Mann sitzt im Unterricht und folgt aufmerksam dem Lehrer.

Integrationsbemühungen über den Sport: Der Syrer Eyad Ibrahim lernt Deutsch, wenn er nicht gerade auf dem Fußballplatz steht.

Für den deutschen Coach gibt es da Parallelen - nur wer in der Mannschaft zurechtkommt, der kann es auch in der deutschen Gesellschaft schaffen.

Gemeinsam ist man stärker

Über eine Saison begleitet der Film drei junge Fußballer und ihr Team, die "Refugee 11", beim Versuch der Eingliederung in eine neue Welt. Sie befinden sich im Wartezustand, hoffen auf Wohnung und Arbeit, auf die Chance, ein neues Leben beginnen zu können. Bis es so weit ist, trainieren sie dreimal in der Woche und spielen immer sonntags, um wenigstens auf dem Platz zu den Siegern zu gehören.

Ein Dokumentarfilm von Jean Boué
Redaktion: Jutta Krug

Weltpremiere auf dem Fußballfestival 11mm in Berlin 2017.

"Refugee 11" ist eine Produktion von DOCDAYS productions GmbH in Koproduktion mit dem WDR.

Stand: 20.02.2017, 21:29

Startseite

Alle Sendungen

Unsere Videos