Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg - Adelsdynastien in NRW

Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit  Julia Melchior

Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg - Adelsdynastien in NRW

Aus Anlass des Todes von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg am 13. März 2017 wiederholt WDR Fernsehen die Dokumentation über die fürstliche Familie.

Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg auf Schloss Berleburg im Wittgensteiner Land gehören zu den größten privaten Waldbesitzern in Deutschland. Fast 13.000 Hektar Wald zählen zum Besitz der Familie. Schwarzstörche, Eisvögel, Weißes Rotwild und Mufflons bevölkern die Wälder und machen sie einzigartig in ganz Europa. Und jetzt kommen auch noch Wisente dazu, eine vom Aussterben bedrohte Wildrindart.

In Bad Berleburg ist die Forstwirtschaft bis heute die Lebensgrundlage der fürstlichen Familie. Sie lebt sehr zurückgezogen auf dem Schloss und kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurückblicken. Dass die Familie das Barockschloss bis heute bewohnt, verdankt sie ihrem Generationenvertrag: Denn nur wer den Wald nachhaltig bewirtschaftet, erhält ihn als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen.

Blick durch ein Eisentor Tor auf den Hof und das Schloss Berleburg

Ein prächtiger Anblick: das Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg

In kaum einer anderen Gegend Europas stehen so viele Schlösser und Burgen, die sich noch in Privatbesitz befinden, wie in Nordrhein-Westfalen. Viele Bauten sind seit Generationen im Besitz der gleichen Familien, zu deren Selbstverständnis die Pflege der Tradition bis zum heutigen Tag gehört. Andere Häuser waren verwaist, wurden wiederentdeckt und zu neuem Leben erweckt. Der Umgang mit dem jahrhundertealten Erbe erfordert allerdings großes Verantwortungsbewusstsein, viel Mut und Kreativität.

Julia Melchior mit Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und seinem Sohn Gustav zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg.

Vor allem Besitzverwalter: Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und sein Sohn Gustav.

Für diese Folge der WDR-Reihe "Adelsdynastien in NRW" hatte Julia Melchior Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und seinen Sohn Gustav getroffen. Vater und Sohn führten sie durch den imposanten Wald der Familie und gaben einen Einblick in die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt.

Hochzeit mit dem Dänischen Königshaus

Während die Herren des Hauses die meiste Zeit mit der Verwaltung des Besitzes verbracht haben, konnte man Tochter Nathalie auf dem Reitplatz antreffen. Als Mitglied der dänischen Nationalmannschaft trainierte die erfolgreiche Dressurreiterin im Wittgensteiner Land für nächsten Wettkämpfe. Ihre zweite große Leidenschaft, die Pferdezucht, teilt sie mit ihrer Mutter, Prinzessin Benedikte von Dänemark, eine Schwester von Königin Margrethe II.

Als Mitglied des dänischen Königshauses nimmt Prinzessin Benedikte zahlreiche Ehrenämter in Dänemark wahr und vertritt regelmäßig als Reichsverweserin ihre Schwester bei öffentlichen Terminen. Über ihr Leben zwischen dem dänischen Hof und dem wittgensteinschen Besitz sprach Prinzessin Benedikte exklusiv mit Julia Melchior.

Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg ist am 13. März 2017 verstorben.

Ein Film von Sebastian Dehnhardt
Redaktion: Adrian Lehnigk

Stand: 15.03.2017, 16:04

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