Zu Gast bei Oda von und zur Mühlen

Sauerampfersuppe im Herrenhaus Alvinghof

Zu Gast bei Oda von und zur Mühlen

Die adeligen Damen sind diesmal unterwegs ins Münsterland. Seit mehr als 250 Jahren ist die Familie von und zur Mühlen auf dem barocken Anwesen "Haus Alvinghof" in Bösensell Zuhause.

Das stattliche Herrenhaus bewohnen Gastgeberin Oda von und zur Mühlen und ihr Mann Gebhard, der hier auf dem Anwesen auch groß geworden ist. In zwei bennachbarten Häusern leben jeweils die Eltern des Paares - ein entspanntes Miteinander, das die Gastgeberin sehr zu schätzen weiß. Die drei Kinder der Familie studieren und arbeiten in anderen Städten - doch alle fühlen sich sehr verbunden mit dem Familienbesitz.

Zu Gast im Herrenhaus Alvinghof

Im zweiten Dinner geht es ins malerische Münsterland, in den kleinen Ort Bösensell. Hier liegt das Herrenhaus Alvinghof, in dem Oda von und zur Mühlen mit ihrer Familie lebt. Die Gastgeberin will bei ihrem Dinner viele Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten verarbeiten.

Oda von und zur Mühlen mit Mann und Hunden

Gastgeberin Oda von und zur Mühlen mit ihrem Mann Gebhard von und zur Mühlen und die Hunde Falco und Lucky erwarten die Gäste im Herrenhaus Alvinghof.

Gastgeberin Oda von und zur Mühlen mit ihrem Mann Gebhard von und zur Mühlen und die Hunde Falco und Lucky erwarten die Gäste im Herrenhaus Alvinghof.

Bereits seit 1750 ist das Herrenhaus im Besitz der Familie von und zur Mühlen. Der schlichte Backsteinbau wurde vom bekannten Barock-Architekten Joseph Konrad Schlaun erbaut.

Das Anwesen wird von einem wunderschönen Park umgeben. Besonders die farbenprächtigen Rhododendren fallen ins Auge. Die meisten davon hat die Hausherrin selbst gepflanzt – allerdings zunächst nicht immer an der richtigen Stelle, denn der Park ist ein angelegter Langschaftsgarten: alles hat seinen eigenen Platz.

Zum Familienbesitz gehört auch das Schloss Ruhr, das zur Zeit aufwändig renoviert wird. Oda von und zur Mühlen betreut die Sanierungsarbeiten und sieht regelmäßig nach dem Rechten. Früher war hier auch die große Bibliothek untergebracht...

Die rund 8.000 historischen Schriften aus Familienbesitz sind jetzt im Haus Alvinghof untergebracht.

Die Gastgeberin ist eine leidenschaftliche Köchin und im außerdem Mitglied im "Kochklub der wilden Kochlöffel" - im Kochen hat sie also Übung.

Petersilie, Thymian, Basilikum, Minze  und Sauerampfer - Kräutern gibt es im Garten von Oda von und zur Mühlen in Hülle und Fülle. Die braucht Oda von und zur Mühlen auch für ihr Hauptgericht "Rinderfilet mit Kräutermarinande".

Doch als Vorspeise gibt es zunächst eine Sauerampfersuppe. Mit Sauerampfer verbindet die Gastgeberin Kindheitserinnerungen: Als kleines Mädchen hat sie auf den Wiesen häufig daran geknabbert... Doch der Geschmack von Sauerampfer ist auch recht eigenwillig. Trifft Oda von und zur Mühlen damit den Geschmack ihrer Gäste?

Zum Besitz der Familie von und zur Mühlen gehört neben dem Haus Alvinghof auch noch das Schloss Ruhr, das ganz in der Nähe liegt. Das Wasserschloss wir zur Zeit von Grund auf saniert - viel Arbeit, die Oda von und zur Mühlen mit der Unterstützung ihrer Familie bewältigt. Der Erhalt alter Gebäude und ein gutes Nutzungskonzept ist ein Thema, das die adeligen Damen dieser Runde alle kennen - auch deswegen freut sich die heutige Gastgeberin auf den Austausch mit ihren Gästen.

Neben den Arbeiten am und im Schloss engagiert sich die gelernte Krankenschwester außerdem in dem Verein „Herzenswünsche" - eine Organistation, die schwerkranken Kindern ihren größten Wunsch erfüllt.

Oda von und zur Mühlen ist eine leidenschaftliche Köchin und Mitglied im "Kochclub der wilden Kochlöffel". Da sie oft für viele Gäste kocht, liebt sie besonders schnelle Gerichte, die trotzdem etwas hermachen. Aufwendiger "Schnick- Schnack" liegt ihr dagegen nicht. Und so will sie ihre Wettstreiterinnen mit einer bodenständigen Sauerampfersuppe, einem klassischen Rinderfilet mit leckerer Kräutermarinade und einem zitronigem Grießflammerie bekochen. Kann sie die anderen Damen damit beeindrucken?

Herrenhaus Alvinghof und Schloss Ruhr

Haus Alvinghof

Haus Alvinghof

Das Herrenhaus Haus Alvinghof wird 1750 von Johann Conrad Schlaun erbaut und gehört seit jeher der Familie von und zur Mühlen. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stelle jedoch schon 1381. Johann Conrad Schlaun ist einer der bekanntesten Barock-Architekten und hat mit dem schlichten Backsteinbau eines der ersten Herrenäuser im Stil der "Maisons de paisance (franz. für "Lustschlösser") in Westfalen erbaut.

Haus Ruhr stammt aus 16./17. Jahrhundert, ist größer als Haus Alvinghof und war in den vergangenen 30 Jahre vermietet. Jetzt saniert die Familie das alte Wasserschloss sehr aufwendig. Die Orangerie, die 1894 gebaut wurde, hat eine tolle Akustik und soll künftig für Feiern und Konzerte vermietet werden. Die ehemals dort untergebrachte Bibliothek mit rund 8000 Schrift lagert jetzt in Haus Alvinghof.

Stand: 21.08.2017, 16:32