Wellensittiche beschäftigen

Wellensittiche beschäftigen

Wellensittiche sind fröhlich und verbreiten gute Laune, wenn sie ausreichend Platz und Beschäftigung haben. Andreas Oeser vom Verein Hürdenwellies hat dafür viele Anregungen. Er kümmert sich auch um Tiere mit chronischen Krankheiten, körperlichen Einschränkungen oder alte Vögel und ermöglicht ihnen ein abwechslungsreiches Leben.

Kräcker-Spiel und Schatzkiste

Kopfarbeit ist wichtig für alle Wellensittiche. Leicht zu realisieren ist das Kräcker-Spiel. Dabei wird eine Schnur durch einen salzfreien Reiskräcker gezogen. Die Schnur an einen Ast binden, damit der Kräcker herunter baumelt und somit für die Vögel nicht so leicht zu erreichen ist.

Alle Wellis suchen und scharren gerne nach Futter. Deshalb: In eine Holzkiste kleine Holzstücke, grobe Rindenstücke aus unbehandelten Naturmaterialien und eine Bastkugel legen. Dann Hirse einstreuen und vermischen. Fertig ist die Schatzkiste.

Immer beliebt sind auch nasses Möhrengrün, frische Naturäste und große Korkrinden zum Picken, Rupfen und Schreddern.

Autorin: Heidi Sonderhoff

10 Fakten über Sittiche

Sittiche sind fröhlich, verspielt, sehr intelligent und lieben das Leben im Schwarm. Doch neben diesen Gemeinsamkeiten, haben sie auch einige sehr unterschiedliche Eigenschaften. Diese begründen sich vor allem in ihren unterschiedlichen Lebensräumen. 10 Dinge über Sittiche, die nicht jeder weiß:

Sittiche

1. Wellensittiche kennen keine „Heimat“
Während unsere Wellensittiche ein klar definiertes Zuhause haben, sind ihre wilden Verwandten sogenannte Nomadenvögel. Sie leben in Gruppen von etwa 60 Tieren und ziehen umher, auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Dabei können sie auch mal bis zu 100 Kilometer am Stück fliegen. Das ständige Verweilen an ein und derselben Stelle ist für sie also eigentlich unnatürlich.

1. Wellensittiche kennen keine „Heimat“
Während unsere Wellensittiche ein klar definiertes Zuhause haben, sind ihre wilden Verwandten sogenannte Nomadenvögel. Sie leben in Gruppen von etwa 60 Tieren und ziehen umher, auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Dabei können sie auch mal bis zu 100 Kilometer am Stück fliegen. Das ständige Verweilen an ein und derselben Stelle ist für sie also eigentlich unnatürlich.

2. Keilschwanzsittiche sind besonders laut
Generell sind Sittiche "Krachmacher". Sie zwitschern einfach gern. So sind Wellen- und Nyphensittiche echte Schreihälse. Sie erreichen problemlos einen Lärmpegel von 70 bis 80 Dezibel, was mit einer Schleifmaschine vergleichbar ist. Es gibt aber auch ruhigere Arten: etwa Katharinasittiche oder Ziegensittiche. Lauter geht übrigens auch: südamerikanische Rotschwanz- oder Keilschwanzsittiche.

3. Besonders zahm: Ziegensittiche
Um einen Sittich zu zähmen, braucht man Geduld. Einige Arten scheinen auf die Annäherungsversuche der Menschen aber mehr zu reagieren als andere. So gelten Katharienensittiche als weniger am Menschen interessiert, während Ziegensittiche eher den Kontakt zu ihrem Halter suchen.

4. So sagen Sittiche „Hallo“
Haben Sittiche ihre Halter akzeptiert, so werden sie ihn begrüßen, wenn er den Raum betritt. Während die einen in freudiges Gezwitscher ausbrechen, heben andere Sittiche einfach die Flügel über den Rücken – es sieht aus, als würden sie sich strecken.

5. Nymphensittiche sind ihrem Partner treu
Der Wellensittichhahn muss sich bei der Brautschau schwer ins Zeug legen. Und das tut er auch. Er bietet Körner an, imitiert die Laute der Henne und sucht eine Baumhöhle als Nest aus. Sobald die Henne diese dann aber zum Brüten betritt, schaut er sich anderweitig um. Ganz anders ist es bei Nymphensittichen. Sie sind ausgesprochen treu und bleiben meist ein Leben lang zusammen.

6. „Wellensittich“ bedeutet „gutes Essen“
Das englische Wort für Wellensittich ist „Budgerigar“. Über die Herkunft dieses Wortes wird spekuliert: Die einen meinen, es würde vom australischen Slangwort „budgery“ abgeleitet, welches soviel wie „gut“ bedeutet. Vielleicht gepaart mit dem Wort „gar“, ebenfalls australischer Slang, für „Kakadu“. Andere allerdings sind der Meinung „Budgerigar“ sei eine Abwandlung von „Betchegara“, dem Wort der Aborigines für „gutes Essen“.

7. Aufgeplusterte Federn sind ein gutes Zeichen
Einen entspannten Sittich erkennt man daran, dass das Gefieder aufgeplustert ist. Das kann entweder das gesamte Gefieder betreffen oder nur die Federn am Kopf. Manchmal stehen sogar nur einige Federn rund um den Schnabel ab. Hinzu kommt meist ein weicher Blick, vielleicht sogar mit halb geschlossenen Lidern.

8. Nicht nur Katzen, auch Sittiche können "schnurren"
Sind Sittiche entspannt, geben sie häufig sehr leise, säuselnde Laute von sich – ähnlich dem Schnurren von Katzen. Sie sind nur zu hören, wenn man dem Vogel sehr nah ist. Übrigens: Gibt der entspannte Sittich knirschende Geräusche von sich, so reibt er den Schnabel aneinander. Er signalisiert damit, dass er ausruhen möchte: „Bitte nicht stören“.

9. Ziegensittiche sind gut zu Fuß
Ziegensittiche verbringen, im Vergleich zu anderen Sitticharten, viel Zeit auf dem Boden. Dort laufen sie herum und scharren wie Hühner nach Nahrung. Doch sie sind nicht nur auf der Erde gut zu Fuß, sondern wahre Kletterkünstler. Ohne Zuhilfenahme des Schnabels laufen sie mühelos senkrechte Gitter hinauf.

10. Sittiche können außergewöhnlich gut sehen
Das wohl wichtigste Sinnesorgan von Sittichen ist das Auge. Die seitlich am Kopf angebrachten Augen verschaffen ihnen dabei eine Art Rundumblick. Sie können die Augen kombiniert, aber auch unabhängig voneinander benutzen. Außerdem nehmen sie eine sehr hohe Zahl an Bildsequenzen pro Sekunde wahr, was eine Art Zeitlupenblick ermöglicht: bis zu 150 nämlich – der Mensch nur 16. Was in freier Wildbahn sehr gut ist, kann bei der Wohnungshaltung ein großer Nachteil sein: Beleuchtung wie Neonröhren nehmen Sittiche als ständiges, nerviges Flackern wahr

Stand: 14.07.2017, 10:30

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

Neuester Kommentar von "Regina", 16.07.2017, 18:56 Uhr:

Andreas Oeser macht einen tollen Job. Wir hatten bis zum 12.7. 2017 einen Wellensittich namens Cookie. Wir hatten ihn vom 2. Tag nachdem er das Nest verlassen hatte. Er war nie im Käfig eingesperrt. Er hatte eigentlich die Möglichkeit das ganze Haus zu erkunden. Als er älter wurde, konnte er auch nicht mehr fliegen. Da haben wir ihm Hilfen gebaut, damit er vom Schrank zum Käfig gelangen konnte. Er wurde 13 Jahre alt. Wir sind sehr traurig, dass nicht mehr da ist.