Wenn Tiere um Tiere trauern

Wenn Tiere um Tiere trauern

Lange Zeit wurden Tieren Gefühle wie Trauer abgesprochen. Inzwischen ist aber klar, dass sie nach dem Tod beispielsweise eines Artgenossen zumindest ähnliche Verhaltensweisen zeigen, wie wir Menschen. Wie Sie erkennen, dass Ihr Tier trauert und wie Sie ihm helfen können.

Trauriges Tier

Plötzlich fehlt er, der geliebte Spielkamerad und der Zurückgebliebene ist zunächst verunsichert. Ist der andere nur mal kurz spazieren, kommt er  wieder, oder bleibt er für immer verschwunden? Den Tod erklären können Besitzer ihren Tieren nicht. Tiere merken nach dem Versterben eines tierischen Mitbewohners zunächst den Verlust. Unsicherheit stellt sich ein.

Plötzlich fehlt er, der geliebte Spielkamerad und der Zurückgebliebene ist zunächst verunsichert. Ist der andere nur mal kurz spazieren, kommt er  wieder, oder bleibt er für immer verschwunden? Den Tod erklären können Besitzer ihren Tieren nicht. Tiere merken nach dem Versterben eines tierischen Mitbewohners zunächst den Verlust. Unsicherheit stellt sich ein.

Nach ein, zwei Tagen realisieren die Zurückgebliebenen, dass der Verstorbene nicht wiederkommt. Aus der Verunsicherung wird Trauer. Diese zeigt sich in Rückzug, Orientierungslosigkeit und immer wieder in der Suche nach dem verlorenen Freund.

Oft zeigen die verunsicherten Tiere körperliche Symptome: Sie fressen wenig oder gar nicht mehr und können - wie nach einem Schock - richtig krank werden. Typisch vor allem bei Katzen: Antriebslosigkeit und Apathie. Hunde zeigen sehr unterschiedliche Symptome.

Zeit ist der Faktor, der wie bei Menschen auch trauernden Tieren hilft: Katzen können bis zu sechs Monaten trauern, Hunde können wochenlang immer zu der Stelle laufen, wo der verstorbene Kamerad beerdigt ist - im eigenen Garten zum Beispiel. Hier können die Besitzer unterstützen, indem sie ihre Tiere zu den Trauerorten begleiten.

Trauernden Tieren helfen, dass können Besitzer mit den gleichen Mitteln wie beim Menschen: Geduld, Rücksichtnahme, besonders viel Liebe und Zuwendung. Und vor allem keine Veränderung in den Gewohnheiten, im Zuhause. Wichtig ist es, Rituale und Tagesablauf beizubehalten.

Sofort Ersatz? Ein neuer Artgenosse? Tiere brauchen Zeit, ihre Trauer zu verarbeiten. Gleich nach dem Tod eines verstorbenen Tieres Ersatz anzuschaffen, würde die Zurückgebliebenen nur verwirren und noch mehr verunsichern. Also lieber ein paar Monate warten, bis man merkt, dass Hund oder Katze sich erholt haben, wieder normal fressen, spielen und entspannt und aufgeschlossen sind.

Stand: 02.11.2016, 14:24 Uhr