Pferde richtig anweiden

Pferde richtig anweiden

Die Weidesaison steht vor der Tür. Viele Pferde dürfen endlich wieder raus. Aber Vorsicht, wer sein Pferd nach Monaten im Stall einfach auf die saftige Weide stellt, riskiert, dass es krank wird. 10 Tipps zum richtigen Anweiden.

Pferde auf der Weide

1. Eine Weide mit eher nährstoffarme Gräser wählen. Fette Weiden mit Monokulturen fördern Zivilisationskrankheiten wie Rehe, Koliken und Übergewicht. Nährstoffärmere Gräser vertragen Pferde besser und können so mehr Zeit an der frischen Luft verbringen.

1. Eine Weide mit eher nährstoffarme Gräser wählen. Fette Weiden mit Monokulturen fördern Zivilisationskrankheiten wie Rehe, Koliken und Übergewicht. Nährstoffärmere Gräser vertragen Pferde besser und können so mehr Zeit an der frischen Luft verbringen.

2. Das Pferd vor dem Weidegang zunächst mit Heu satt füttern. Denn auf einer satten Maiweide kann ein hungriges Pferd innerhalb von nur einer Stunde bis zu sechs Kilo Gras fressen. Und im frischen Gras ist ein sehr hoher Anteil von Kohlehydraten enthalten. Diese bringen das komplizierte Verdauungssystem der Pferde durcheinander.

3. Aus diesem Grund sollte das Pferd zunächst nur 15 bis 20 Minuten auf der Weide bleiben.

4. Die Weidezeit über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen langsam steigern – jeden Tag ca. zehn Minuten länger. Ein sorgfältig angeweidetes Pferd kann anschließend ganztags auf die Wiese.

5. Sollte das Pferd Durchfall bekommen, die Weidezeit zunächst nicht weiter verlängern und stattdessen mehr Heu füttern. Nach Abklingen kann langsam wieder mit der Verlängerung der Weisezeit begonnen werden.

6. Besonders während der Hauptwachstumsphase des Grases – bis ca. Juli – die Weidezeit je nach Pferd einschränken. Angepasst an Stoffwechsel, Aktivität, Gesundheitszustand und Alter des Pferdes. - So ist beispielsweise bei Ponys, dicken, kranken und alten Pferden besondere Vorsicht geboten.

7. Darauf achten, dass das Pferd auch außerhalb der Weidezeit nicht länger als fünf Stunden ohne Futter auskommen muss, da es sonst zu einer Übersäuerung im Magen kommen und die Magensäure dem Magen schaden kann. Das kann langfristig eine Kolik auslösen.

8. Die tägliche Mineralfutterration anpassen. Meist reicht ein reines Mineralfutter ohne Zugabe von Vitaminen, da diese in den sonnenreichen Monaten selbst gebildet werden. Ein zu hoher Gehalt an Vitaminen oder Mineralien kann Hautprobleme verursachen.

9. Kraftfutter reduzieren oder zumindest erst nach dem Raufutter zugeben, um Fehlgärungen zu vermeiden und einer Hufrehe sowie Kolik vorzubeugen.

10. Das Pferd ausreichend bewegen, damit es die zusätzlichen Kalorien verbrennt.

Stand: 10.03.2017, 15:27 Uhr