Hundemantel – ja oder nein?

Hundemantel – ja oder nein?

Ein Hund braucht keinen Mantel, der hat Fell! Stimmt das? Ist ein Hundemantel modisches Accessoire oder brauchen einige Hunde im Winter doch wärmenden Schutz? Wann macht ein Mantel für Hunde Sinn? Und worauf ist beim Kauf zu achten? 13 Fakten zum Thema.

Hund mit Mantel

Manche Hunde frieren!
Natürlich haben Hunde – mit Ausnahme von Nackthunden – ein Fell, das sie vor Witterung schützt. Doch auch dieses Fell reicht nicht immer aus. Das kann an der Herkunft des Hundes liegen, an der Dicke des Fells oder auch am Alter.

Manche Hunde frieren!
Natürlich haben Hunde – mit Ausnahme von Nackthunden – ein Fell, das sie vor Witterung schützt. Doch auch dieses Fell reicht nicht immer aus. Das kann an der Herkunft des Hundes liegen, an der Dicke des Fells oder auch am Alter.

Nicht alle Hunde brauchen einen Mantel!
Ein gesunder Hund mit ausreichend Unterwolle, der sich draußen gut bewegt, wird nur bei extremen Witterungsbedingungen einen Mantel benötigen.

Woran merke ich, dass mein Hund friert?
Zittern muss nicht, kann aber ein Zeichen für Frieren sein – oder für Stress oder für Anspannung. Sie kennen Ihren Hund am besten und merken, wenn er sich unwohl fühlt. Läuft er verspannt? Will er nicht aus der Tür raus? Alles Zeichen dafür, dass ihm womöglich kalt ist.

Was tun, wenn mein Hund friert?
Ganz gleich, was die Umwelt dazu sagt, wenn Ihr Hund friert, sollten Sie ihm einen Mantel anziehen. Dabei ist nicht Optik kaufentscheidend, sondern die Funktionalität.

Ob kurzes oder langes Fell – die Art ist entscheidend!
Hunde mit sehr kurzem Fell, womöglich auch noch mit schmalem Körperbau (Viszlas, Galgos...) frieren häufig mehr als kräftige Hunde, mit dichter Unterwolle (Neufundländer, Golden Retriever...). Entscheidend für den Wärmeschutz des Felles ist allerdings vor allem das Unterfell. Ist dieses unzureichend vorhanden, können auch langfellige Hunde zum Frieren neigen.

Frieren Hunde aus dem Süden schneller?
Gewöhnung spielt bei der Kälteempfindlichkeit sicherlich eine Rolle. Dennoch lässt sich nicht pauschal sagen, dass Hunde aus Süditalien, dem Süden Portugals oder klimatisch vergleichbaren Regionen schneller frieren, als Hunde aus dem Norden. So wird auch nicht jeder Hund aus Spanien einen Mantel brauchen.

Alten Hunden tut ein Mantel oft gut!
Alte Hunde bewegen sich meist weniger oder weniger schnell. Sie laufen sich also nicht mehr so gut warm und frieren daher eher. Hinzu kommt, dass das Immunsystem im Alter oft nicht mehr so gut ist. Beides kann dazu führen, dass Ihr Hund krank wird.

Schützen Sie Ihren kranken Hund!
Ihr Hund ist bereits erkältet? Oder sein Immunsystem ist durch eine andere Krankheit geschwächt? Dann halten Sie ihn warm. Auch Hunden mit Rücken- oder Gelenkproblemen tut ein Mantel gut.

Frieren kleine Hunde schneller als große?
Physikalisch betrachtet ja: Sie haben im Verhältnis zum Körpergewicht eine größere Körperoberfläche (Bergmannsche Regel), über die Wärme verloren geht. Und auch die größere Nähe zum meist noch kälteren Boden spielt hier eine Rolle: Ihr Bauch wird schneller kalt.

Wer sich nicht bewegt kühlt aus!
Solange Hunde in Bewegung sind, bleiben sie recht warm. Sobald sie aber Pausen einlegen müssen (z. B. beim Hundesport, wenn sie eine Weile im stehenden Auto bleiben müssen...), wird es kalt. In solchen Situationen ist es sinnvoll dem Hund einen Mantel anzuziehen.

Andersherum: Kein Mantel beim Spielen!
Während des Spielens mit Artgenossen sollten alle Mäntel ausgezogen werden. Sie können von anderen Hunden schnell als Griff zum Festhalten benutzt werden – und dabei natürlich auch kaputt gehen. Ein weiterer Punkt ist, dass der Mantel einen Teil der Körpersprache verdeckt und dadurch Missverständnisse entstehen können.

Welcher Mantel ist geeignet?
Wattierte Mäntel, Regenmäntel, Fleece Pullover... der Markt ist sehr vielseitig. Überlegen Sie gut, für welchen Zweck Sie einen Mantel benötigen. Regenmäntel sind oft nicht gefüttert und bieten so weniger Schutz vor Kälte. Achten Sie bei Regenmänteln auf die Verarbeitung der Nähte. Fleecepullover, Stoff- oder Strickpullover halten bei Kälte gut warm, sind aber nicht wasserdicht, saugen sich sogar voll. Oft wird nicht darauf geachtet, dass der Hundebauch bedeckt ist – dabei ist dieser am wenigsten behaart. Ob Krepp-oder Klickverschluss, ist Geschmacksache.

Die Passform ist wichtig!
Damit Ihr Hund sich frei bewegen kann, muss der Mantel gut sitzen. Er sollte anliegen, aber nicht so eng sein, dass er den Hund in seinen Bewegungen einschränkt. Nehmen Sie den Hund auf jeden Fall zum Anprobieren mit. Und kaufen Sie den Mantel nicht zu lang, da er dann das Kommunikationsmittel Rute einschränkt. Der Hund, egal ob Rüde oder Hündin, muss außerdem auch mit Mantel problemlos seine Geschäfte verrichten können. Und achten Sie darauf, dass sich der Mantel bequem an- und ausziehen lässt.

Stand: 25.11.2016, 10:00 Uhr