8 Tipps für den Spaziergang mit Hund

8 Tipps für den Spaziergang mit Hund

Spazierengehen bedeutet Entspannung, Bewegung, Sozialkontakte pflegen. Damit die Beziehung von Hund und Mensch beim Spazierengehen gestärkt wird und die Balance zwischen Action und Ruhe stimmt, haben wir acht Tipps für einen abwechslungsreichen Spaziergang mit Ihrem Hund zusammengestellt.

Hunde beim Spazierengehen

An der Leine unterwegs
Andere Hunde, wildreiche Gebiete, Straßenverkehr: Die Leine bedeutet Sicherheit und Kontrolle. Aber nur, wenn ein Hund gelernt hat, entspannt an der Leine zu gehen und Hund und Mensch dabei harmonisch in Kontakt stehen, ist „an der Leine gehen“ eine stressfreie Sache. Und gerade weil die meisten Hunde kurze oder längere Strecken an der Leine gehen müssen, ist es wichtig, die Leinenführigkeit zu trainieren. Je positiver der Hund das Gehen an der Leine verknüpft, desto unsichtbarer wird das Band zwischen Mensch und Tier.

An der Leine unterwegs
Andere Hunde, wildreiche Gebiete, Straßenverkehr: Die Leine bedeutet Sicherheit und Kontrolle. Aber nur, wenn ein Hund gelernt hat, entspannt an der Leine zu gehen und Hund und Mensch dabei harmonisch in Kontakt stehen, ist „an der Leine gehen“ eine stressfreie Sache. Und gerade weil die meisten Hunde kurze oder längere Strecken an der Leine gehen müssen, ist es wichtig, die Leinenführigkeit zu trainieren. Je positiver der Hund das Gehen an der Leine verknüpft, desto unsichtbarer wird das Band zwischen Mensch und Tier.

Freilauf
Es ist das Highlight jeden Spaziergangs: Leine los und rennen, toben, nach Herzenslust schnuppern und einfach Hund sein dürfen. Je besser sich ein Hund an seinem Menschen orientiert, desto öfter und ausgiebiger darf er Freilauf genießen. Beim Freilauf sollte immer ein Gebiet gewählt werden, das sicher ist. Also keine Straßen in unmittelbarer Nähe und keine Kinderspielplätze. Am besten eignen sich gut überschaubare Flächen, um eventuelle Reize, wie Kinder, Jogger, Radfahrer, Pferde oder auch andere Hunde frühzeitig zu sehen und den Hund abrufen zu können. Damit der Hund sich nach dem Ableinen nicht für die nächsten dreißig Minuten verabschiedet, ist es gut, Rituale einzuführen. Etwa, dass der Hund nicht sofort in den Freilauf darf, sondern noch eine kurze Zeit Kontakt halten muss. Zum Beispiel in Form von Bei-Fuß-gehen, dem Ausführen eines Tricks oder einer anderen Gehorsamsübung.

Im Wald
Mit Hund im Wald unterwegs zu sein macht Spaß. Das ursprüngliche der Natur, die vielen Gerüche, das besondere Licht und die verschiedenen Böden sind für Hunde ein Erlebnis. Grundregel Nummer eins: Mensch und Hund müssen im Wald auf den Wegen bleiben! Selbst wenn die Hunde Wild nicht gezielt aufstöbern oder jagen, auch die Geruchsspuren, die sie im Wald hinterlassen, stören das Wild und bringen zum Beispiel die unsichtbaren Pfade der Tiere durcheinander oder schrecken Mütter mit Jungtieren auf. Hunde, die nicht abrufbar sind, gehören im Wald an die Leine. Wer seinem Hund im Wald trotzdem mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen möchte, nimmt am besten eine Schleppleine zu Hilfe, die am Geschirr befestigt wird.

Reizthema Stöcke
Für manche Hundehalter gehört es zum Spazierengehen einfach dazu: Stöckchen spielen. Es passiert jedoch immer wieder, dass Hunde sich mit Stöcken im Mund- und Rachenraum schwer verletzen, Splitter im Zahnfleisch haben oder im allerschlimmsten Fall sogar an Holzstücken ersticken. Auf Nummer sicher gehen heißt, Stöcke grundsätzlich zu verbieten. Hunde kauen jedoch gerne auf Holz. Es dient der Zahnpflege und soll auch eine beruhigende, stressabbauende Wirkung haben. Um das Verletzungsrisiko zu senken, sollten Stöcke auf gar keinen Fall geworfen werden. Denn dann ist die Gefahr des Aufspießens beim Fangen und beim Herumtoben mit Stock im Maul einfach zu groß. Außerdem sollten mit Stöcken keine wilden Zerrspiele stattfinden, da sich so viele Hunde Splitter ins Zahnfleisch ziehen.

Pausen machen
Bewegung ist wichtig und gesund. Aber um zu entspannen und gemeinsam zur Ruhe zu kommen, sind auf einem längeren Spaziergang auch Pausen gut. Ruhe halten und dabei Reize wie etwa umher fliegende Vögel oder andere Tiere aus der Entfernung zu beobachten, macht mental stark. Hunde lernen so Impulskontrolle. Am besten einen ruhigen Platz suchen, wo es keinen direkten Durchgangsverkehr von anderen Hunden und Menschen gibt und dann einfach dasitzen und die Natur genießen. Auch das verbindet und lässt Hund und Mensch gleichermaßen neue Energie tanken. Ein Hund, der draußen ausschließlich und dauerhaft Vollgas gibt, ist irgendwann überdreht und manch einer wundert sich, warum zum Beispiel ruhiges Gehen an der Leine zum Problem wird.

Training
Je nach Alter, Rasse und Charakter wollen Hunde unterschiedlich ausgelastet werden. Sei es Fährten lesen, apportieren, Suchspiele bewältigen, klettern, schwimmen oder andere Aktivitäten. Um die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu stärken und den Gehorsam zu verbessern, machen Trainingseinheiten während des Spaziergangs Sinn. Auch grundsätzliche Dinge wie etwa das Üben von Rückruf, Bleib oder das Ablegen können spielerisch in den Spaziergang eingebaut werden. Tipp: Lieber öfter kürzer trainieren, anstatt lange an einem Stück zu üben – dann fällt dem Hund die Konzentration leichter und er wird mit mehr Freude folgen können.

Sozialkontakt
Hunde brauchen Sozialkontakt. Der Hund hat im Idealfall bereits ganz viel guten Sozialkontakt. Und zwar zu seinem Menschen. Wenn diese Beziehung positiv ist und der Hund mit seinem Menschen tolle Abenteuer erleben darf, wird der Hund sich an ihm orientieren und ihn als Partner gern begleiten. Selbstverständlich brauchen Hunde auch Kontakt zu anderen Hunden. Kontakt an der Leine besser vermeiden, bei Begegnungen mit fremden Hunden auf das Sozialverhalten aller Hunde achten. Konflikte lassen sich oftmals abwenden, wenn die Hundehalter früh genug eingreifen bevor es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung kommt. Außerdem: dem Bauchgefühl vertrauen. Bei Begegnungen mit Hunden, deren Körpersprache schon von weitem bedrohlich wirkt, oder dessen Halter überfordert wirkt, am besten den eigenen Hund abrufen und Richtung wechseln oder einen weiten Bogen machen. Hunde, die sich kennen und mögen, sollten natürlich die Chance zum ausgiebigen Spiel und Miteinander bekommen.

Wasser
Hunde gehen unterschiedlich mit Wasser um. Die einen lieben es und planschen wie wild, die anderen sind wasserscheu, wieder andere gehen nur mit den Pfoten hinein und trinken. Am See oder am Fluss zu sein ist nicht nur im Sommer erfrischend, es bietet Abwechslung und entspannt. Bei Hunden, die gerne schwimmen, an fließenden Gewässern unbedingt auf Sicherheit achten! Im Zweifelsfall lieber an die Leine nehmen und nur eine Abkühlung erlauben oder aber ein gut sitzendes Geschirr anlegen und den Hund nur mit Schleppleine schwimmen lassen. Nicht jeder wasserscheue Hund ist übrigens ein hoffnungsloser Fall. Wenn das Hineingehen ins Wasser positiv verknüpft wird und von Mal zu Mal vorsichtig gesteigert wird, lassen sich viele Hunde doch noch von diesem spannenden Element überzeugen.

Stand: 05.04.2017, 10:43 Uhr