7 Arbeitshunderassen im Überblick

7 Arbeitshunderassen im Überblick

Einst gezüchtet für eine bestimmte Aufgabe, werden manche Arbeitshunderassen irgendwann zur Modeerscheinung. Hochspezialiste Rassen finden sich plötzlich in Familien wieder - oft ohne ihrer eigentlichen Aufgabe nachgehen zu können. Hier eine Übersicht zu sieben beliebten Arbeitshunderassen.

Arbeitshunde

Der Deutsche Schäferhund: „Alles für meinen Menschen“

Der Deutsche Schäferhund, kurz DSH, ist wohl eine der berühmtesten Hunderassen weltweit. Die Rasse fand ihren Ursprung gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Damals hüteten die Schäferhunde das Vieh, sollten aber gleichzeitig auch das Hab und Gut der Hirten beschützen. Bis heute gelten Schäferhunde als extrem wachsam, intelligent und arbeitswillig. Leider sind sie auch für ihre Hüftleiden bekannt; angezüchtet durch das fragwürdige Schönheitsideal des abfallenden Rückens und der niedrigen Hüfte.

Während Schäferhunde in Deutschland heute als Privathunde etwas aus der Mode geraten sind, werden sie als Wach- und Schutzhunde zu teilweise horrenden Summen in die USA und nach Asien verkauft. Schäferhunde, die „arbeiten wollen“, also eine Aufgabe brauchen, sind als Familienhunde oftmals deplatziert. Sie brauchen eine souveräne Führung und mentale und körperliche Auslastung. Im Idealfall werden sie durch artgerechten Hundesport und viel Bewegung ausreichend gefordert. Die Bindung, die Schäferhunde mit ihrer Bezugsperson eingehen, gilt als besonders eng.

Der Deutsche Schäferhund: „Alles für meinen Menschen“

Der Deutsche Schäferhund, kurz DSH, ist wohl eine der berühmtesten Hunderassen weltweit. Die Rasse fand ihren Ursprung gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Damals hüteten die Schäferhunde das Vieh, sollten aber gleichzeitig auch das Hab und Gut der Hirten beschützen. Bis heute gelten Schäferhunde als extrem wachsam, intelligent und arbeitswillig. Leider sind sie auch für ihre Hüftleiden bekannt; angezüchtet durch das fragwürdige Schönheitsideal des abfallenden Rückens und der niedrigen Hüfte.

Während Schäferhunde in Deutschland heute als Privathunde etwas aus der Mode geraten sind, werden sie als Wach- und Schutzhunde zu teilweise horrenden Summen in die USA und nach Asien verkauft. Schäferhunde, die „arbeiten wollen“, also eine Aufgabe brauchen, sind als Familienhunde oftmals deplatziert. Sie brauchen eine souveräne Führung und mentale und körperliche Auslastung. Im Idealfall werden sie durch artgerechten Hundesport und viel Bewegung ausreichend gefordert. Die Bindung, die Schäferhunde mit ihrer Bezugsperson eingehen, gilt als besonders eng.

Australian Cattle Dog: die Exoten von Down Under

Wer etwas ganz besonderes sucht, der schafft sich dieser Tage einen Australian Cattle Dog an. Anders als seine entfernten Kollegen, die Border Collies und Australian Shepherds, ist der Cattle Dog kein Hütehund, sondern ein Treibhund. Der Cattle Dog stammt aus Australien und wurde dort der Legende nach sogar mit wilden Dingos gekreuzt, um ihn noch unabhängiger und härter zu machen. Denn: Cattle Dogs wurden im 19. Jahrhundert gezüchtet, um riesige, halbwilde Rinderherden gemeinsam mit den australischen Cowboys in Bewegung zu setzen und von A nach B zu bringen. Die Herden in Australien fassten damals und fassen heute immer noch einige hundert Tiere – damit diese sich von einem kniehohen Hund beeindrucken lassen, muss schon einiges passieren. Deshalb ist der Cattle Dog weder zimperlich in seiner Arbeitsweise, noch lässt er sich von einer widerspenstigen Kuh von 600 Kilo von seinem Vorhaben abbringen. Das erklärt die gewollte Durchsetzungsfähigkeit der Rasse.

Als Familienhund ist ein triebiger, unabhängiger Cattle Dog denkbar ungeeignet. Als Arbeitshund am Vieh ist er es in den meisten Regionen Europas allerdings auch, da die Herden und Koppeln zu klein zum Treiben sind. Dennoch können Cattle Dogs auch hierzulande glücklich werden: Als Hofhunde mit ausreichend Bewegung und viel Platz. Außerdem sollte Hundeerfahrung vorhanden sein, denn der Cattle Dog ist naturgemäß nun mal ein diskutierfreudiges Gegenüber mit eigenen Ideen.

Der Hovawart: elegant-ignoranter Dickkopf

Der Name Hovawart geht auf die mittelhochdeutsche Sprache zurück: Hova = Hof, Wart = Wächter. Daraus erklärt sich auch der Ursprung dieser alten deutschen Rasse. Schon in Schriften aus dem Mittelalter tauchten Bauernhunde auf, die als Hovawarth oder auch Hofward, also als Hofhunde bezeichnet wurden. Auch als Zughund soll der Hovawart bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Verwendung gefunden haben.

Der Kelch des Modehundes ist am Hovawart weitgehend vorübergegangen, was eventuell auf seinen berühmt-berüchtigten Dickkopf zurückzuführen ist. Die intelligenten und freundlichen Hunde gelten als durchsetzungsfähig und stoisch. Bei fehlender Führung suchen sie sich – wie viele intelligente und energiegeladene Hunde - ihre Aufgaben selbst. Bei entsprechender Hundeerfahrung, einem großen Grundstück und Auslastung durch viel Bewegung können Hovawarte aber als Familienhunde durchaus glücklich werden.

Der Malinois: die Rakete

Der Malinois ist angesagt. Sein Arbeitswille, seine Sensibilität und seine Energie zeichnen den belgischen Schäferhund aus. Selbst in Deutschland setzen viele deutsche Behörden, die mit Diensthunden arbeiten, mittlerweile vermehrt auf den belgischen statt auf den deutschen Schäferhund. Grund: Der belgische Schäferhund ist ein Leichtbaumodell. Er ist sehr viel schneller und beweglicher als sein deutscher Anverwandter und hat keine zuchtbedingten Krankheiten wie die Hüftdysplasie. Der Malinois stammt ursprünglich aus der Region um die belgische Stadt Melines. Er ist die kurzhaarige Version des belgischen Schäferhundes. Die anderen, langhaarigen Arten dieser Rasse sind der Tervueren, der Lakenois und der Groenendahl.

Malinois vertragen keine harte Hand, so heißt es. Immer wieder gibt es Vertreter dieser Rasse, die ängstlich bis unsicher sind, was, gepaart mit einer niedrigen Reizschwelle, blitzschnellen Reaktionen beim Schutztrieb und fehlender Erfahrung beim Hundeführer buchstäblich ins Auge gehen kann. Als reiner Familienhund mitzulaufen ist für einen triebstarken Malinois keine Option. Er muss beschäftigt werden und Aufgaben bekommen. Durch seine Wendigkeit und Intelligenz eignet er sich für den anspruchsvollen Hundesport genauso wie als aktiver Begleiter für sehr sportliche Menschen mit dem gewissen Plus an Hundeerfahrung.

Der Border Collie: Will to please

Wie kein anderer Hund fragt der Border Collie nach seiner nächsten Aufgabe. Seine Intelligenz und sein „will to please“ also das „gefallen wollen“, haben den Hütehund berühmt gemacht. Der Border Collie geht auf mittelalterliche Britische Hütehunde zurück und wurde in der neueren Zeit in den Grenzgebieten zwischen Schottland und England, den sogenannten Border Counties, zum Schafe hüten gezüchtet. Einzigartig an der Rasse ist das Fixieren durch das Auge, das sogenannte „Drücken“, eine Arbeitsweise am Schaf, die durch sorgfältige Auslese herausgezüchtet wurde. Vor rund zwanzig Jahren erlebte die Rasse durch den Kinofilm „Ein Schweinchen namens Babe“ einen enormen Hype. Plötzlich fanden sich die hochsensiblen Arbeitshunde in Zweizimmerwohnungen in der Großstadt und wieder. Für die in aller Regel triebstarken und lauffreudigen Hunde ein Desaster.

Schon seit längerer Zeit werden bei den Border Collies Showlinien hervorgebracht, bei denen vermehrt eine bunte und plüschige Optik herausgezüchtet wird und die Arbeitsqualitäten der Hunde zurückgestellt werden. Auch wenn im Idealfall weniger triebige Hunde dabei herauskommen, so bleibt der Border Collie ein energiegeladener Hund, der mit Köpfchen gefordert werden möchte und für das Leben in der Natur gemacht ist. Border Collies sind in der Regel absolut menschenfreundlich und verträglich, sollten aber als Familienhunde täglich artgerechte Beschäftigung und Auslauf bekommen.

Der Dobermann: eindrucksvolles Sensibelchen

Damit Dobermänner noch „gefährlicher“ aussehen, werden ihnen oft Ohren und Rute kupiert, also abgeschnitten. In Deutschland ist das Kupieren verboten. Trotzdem laufen immer noch Dobermänner ohne Rute und mit spitz abgeschnittenen Ohren herum. Als einzige deutsche Rasse trägt der Dobermann den Namen seines ersten bekannten Züchters: Friedrich Louis Dobermann, der im 19. Jahrhundert im mittelthüringischen Apolda lebte und dort der Legende nach Steuereintreiber, Abdeckereiverwalter und städtischer Hundefänger gewesen sein soll. Vielleicht rührt bereits aus diesen Tagen der immer noch leicht zweifelhafte Ruf des Dobermanns, denn Friedrich Louis Dobermann soll besonders scharfe Hunde miteinander gekreuzt haben, die ihm dann bei seinem Job behilflich waren. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Dobermänner häufig als Polizeihunde eingesetzt, was ihnen den Beinamen „Gendarmenhunde“ einbrachte.

Heute gelten Dobermänner als sensibel, mannfest, mutig und furchtlos. Sie sind allerdings sowohl als Privat- als auch als Diensthunde hierzulande doch etwas aus der Mode gekommen. Bei souveräner Führung und Hundeerfahrung eignen sie sich durchaus als Familienhunde, Dobermänner gelten im hauseigenen Umfeld als menschenbezogen und sanftmütig.

Australian Shepherd: der bunte Hund

Entgegen seines Namens hat der Australian Shepherd, in Hundekreisen auch „Aussie“ genannt, seinen züchterischen Ursprung in Nordamerika. Im 19. Jahrhundert wanderten baskische Schäfer dorthin aus und brachten Merinoschafe mit, die zuvor nach Australien exportiert worden waren und darum in Nordamerika den Namen „Australian Sheep“ erhielten. Ursprünglich waren auch die Australian Shepherds als wendige, schlanke Hütehunde zur Arbeit am Vieh gezüchtet worden.

Heute sind die meisten Aussies eher groß, haben extrem plüschiges Fell und der „will to please“ ist allemal noch bei jedem zweiten Hund anzutreffen. Das Ergebnis einer groß angelegten Vermehrung, beziehungsweise Modezucht ähnlich wie bei den Border Collies. Doch besonders bei den Australian Shepherds hat sich die Hobbyzucht ausgetobt, was das Produzieren von bunten Hunden angeht. Glatt 16 verschiedene Farbvarianten sind im Rassestandard mittlerweile zugelassen. Alleine sechs verschiedene sogenannte merle-Farbgebungen zählt die Rasse heute, jene getupfte Fellfarbe, die ein besonders exotisches Aussehen erzeugt und eigentlich auf einem Gendefekt gründet. Auf Kosten der Hunde: Nicht selten wurden in der Vergangenheit im Freiversuch merle x merle Elterntiere verpaart. Das Ergebnis: Blinde, taube und behinderte Welpen.

Wie auch der Border Collie ist der Australian Shepherd von der Grundanlage ein leichtführiger Hund, der gefallen will, aber entsprechende Beschäftigung und Auslastung braucht. Bekommt er diese regelmäßig, ist auch der Australian Shepherd ein freundlicher Familienhund.

Stand: 23.03.2017, 11:02 Uhr