Die Sprache der Katzen

Die Sprache der Katzen

Wenn Katze und Mensch zusammenleben, kommt es schon mal zu Missverständnissen. Und das, obwohl die Katze ein Meister der Kommunikation ist. Die Katze kann uns sehr gut "lesen" und verstehen. Wir die Katze leider oft nicht. Typische Missverständnisse im Umgang mit Katzen.

Die Sprache der Katzen - Rückenlage

Die Katze ist kein Hund. Liegt eine Katze auf dem Rücken, heißt das nicht automatisch, dass sie gestreichelt werden will. Diese Körperhaltung ist eher eine Angriffshaltung, denn so hat sie alle vier Pfoten zur Verfügung und kann sich gut wehren. Wer also der Katze den offen dargebotenen Bauch streicheln will, bekommt daher auch schon mal ihre Krallen zu spüren.

Die Katze ist kein Hund. Liegt eine Katze auf dem Rücken, heißt das nicht automatisch, dass sie gestreichelt werden will. Diese Körperhaltung ist eher eine Angriffshaltung, denn so hat sie alle vier Pfoten zur Verfügung und kann sich gut wehren. Wer also der Katze den offen dargebotenen Bauch streicheln will, bekommt daher auch schon mal ihre Krallen zu spüren.

Wenn sich Katzen begrüßen, tauschen sie Pheromone aus. Geruchsstoffe, die sich beim Aneinanderreiben mischen sollen. Das gleiche passiert, wenn die Katze ihren Menschen begrüßt und ihm um die Beine streicht. Sie verteilt ihren Geruch. Leider bekommt der Mensch das gar nicht mit, denn Menschen haben bei weitem nicht so einen guten Geruchssinn wie eine Katze.

Schauen wir die Katze zu lange intensiv an, kann sie das als Drohgebärde missverstehen. Intensiver Augenkontakt wird nicht automatisch als freundliche Geste aufgenommen. Und fängt die Katze von sich aus an zu blinzeln, ist der Zeitpunkt gekommen, mal wegzuschauen. Blinzeln "unterbricht" bewusst den Blickkontakt und signalisiert: Ich bin dir freundlich gesonnen und möchte keinen Streit. Das gleiche gilt für das Schlecken mit der Zunge. Auch das ist eine Beschwichtigungsgeste und heißt: bitte komm nicht noch näher, sonst fühle ich mich angegriffen.

Der berühmte "Milchtritt", also das vorsichtige Treten der Pfoten mit ausgefahrenen Krallen, ist für viele Katzenbesitzer schmerzhaft. Ursprünglich kneten oder treten Katzenwelpen den Bauch oder die Zitzen der Mutter und regen damit den Milchfluss an. Macht die Katze das auch später noch, zeigt sie damit, dass sie sich bei ihrem Menschen so wohlfühlt wie früher bei ihrer eigenen Mutter.

Wenn Katzen fauchen, werden sie schnell als aggressiv eingestuft. In Wirklichkeit ist das Anfauchen ein wirksames Mittel, um Streitereien erst gar nicht aufkommen zu lassen. Fauchen dient also dem friedlichen Zusammenleben. Auch befreundete Tiere können sich schon mal anfauchen, wenn beispielsweise der nötige Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde. Und aus den gleichen Gründen werden auch wir Menschen angefaucht.

Schon kleine Katzenwelpen beherrschen das Breitseiten-Drohen perfekt. Hiermit wird Abschreckung signalisiert: "Ich bin noch viel größer als Du glaubst, leg Dich nicht mit mir an!" Je besser das Drohen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Katzen kommt. Sind bei dieser Form des Katzenbuckels mit aufgerichtetem Rückenfell auch noch die beiden Vorderbeine weit nach vorne gestreckt, zeigt die Katze damit gleichzeitig, dass sie trotz Drohung auch etwas unsicher ist.

Stand: 03.11.2017, 12:00 Uhr