Hühner als Haustiere

Hühner als Haustiere

Von Anja Friehoff

Von wegen "dummes Huhn" - das Huhn ist gesellig, freundlich und hat ein angenehmes Wesen. Das entdecken immer mehr Menschen und halten Hühner. Neben den frischen Bio-Eiern gibt es noch viele weitere Gründe für das Haustier Huhn.

Hühner im Stall

Hühner haben eine feste Rangordnung, die regelt, wer zuerst fressen darf und wer den besten Schlafplatz hat. Einmal geklärt, verläuft das Zusammenleben friedlich. Ein Huhn kann sich maximal 50 andere Hühner einprägen.

Hühner haben eine feste Rangordnung, die regelt, wer zuerst fressen darf und wer den besten Schlafplatz hat. Einmal geklärt, verläuft das Zusammenleben friedlich. Ein Huhn kann sich maximal 50 andere Hühner einprägen.

Der bundesweite Verein „Rettet das Huhn“ übernimmt Hühner aus Legebatterien, die „ausrangiert“ und getötet werden sollen, und vermittelt sie an Tierfreunde. So haben jährlich mehrere tausend Hühner die Chance auf ein gutes Leben, mit Auslauf, Luft und Licht.

Hühner haben natürlich Ohren, aber sie sind nicht sichtbar, denn sie liegen direkt hinter dem Auge. Hühner können übrigens sehr gut hören, und mehr als 30 verschiedene Laute unterscheiden.

Hühner gelten als Kleintiere und so sind für die Haltung keine besonderen Genehmigungen nötig. Wer allerdings auch einen Hahn halten möchte, sollte die Nachbarn fragen, wie locker sie es mit dem frühmorgendlichen Krähen sehen. Denn Ruhestörung kann schnell zum Problem werden.

In der Schnabelspitze des Huhns sitzt der sehr differenzierte Tastsinn, ihr Hauptsinnesorgan, mit dem sie die Welt wahrnehmen. Deshalb ist es absolute Tierquälerei, wenn man Hühnern den Schnabel kürzt!

Hühner haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten, sie sind neugierig, ärgern mal gerne ihre Artgenossen und lieben es, die Welt zu erkunden. Deshalb sollte man ihnen einen umzäunten, nicht zu kleinen Auslauf ermöglichen.

Neun Jahre ist ein hohes Alter für ein Huhn, je nach Rasse. Selbst Hühner, die mit vielen Gebrechen aus der Massenhaltung gerettet werden, können sich bei guter Pflege erholen und auch neun bis zehn Jahre alt werden. Wie dieses Huhn.

Durch das Gewicht des Huhns krümmen sich die Zehen um die Stange, dabei spannt sich die Sehne am hinteren Hühnerbein. Die Sehne macht die ganze Arbeit, es werden keine Muskeln angespannt, deshalb wird das Huhn auch nicht müde dabei.

Gegen Parasiten und zur Federpflege buddelt sich das Huhn ein Loch und reibt sich im Sand. Daher sollte auch ein entsprechend weicher Boden vorhanden sein oder Sand zur Verfügung stehen.

Oft ist es – zum Beispiel wegen der Nachbarschaft – nicht möglich, einen Hahn zu halten. Aber auch ohne Hahn können die Hühner glücklich leben. In einer hahnlosen Hühnerschar übernimmt eine ranghohe Henne die Chefposition. Besonders dominante Hennen können das Treten und Krähen des Hahns imitieren.

Stand: 09.06.2017, 12:00 Uhr