Hilfe für Hühner aus Legebatterien

Hilfe für Hühner aus Legebatterien


Etwa 42 Millionen Hennen sorgen in Deutschland für die Eierproduktion. Fast alle von ihnen sind in großen Legebatterien untergebracht. Etwa 16 Monate tun sie dort ihren Dienst – dann verringert sich ihre Eierproduktion und sie werden für den Betrieb unrentabel. Endstation Schlachthof. Doch es gibt Ausnahmen.

Verein „Rettet das Huhn e.V.

Seit 2007 setzt sich der Verein „Rettet das Huhn e.V.“ für ausgediente Legehennen ein, knüpft Kontakte zu den Betreibern der Legebatterien und übernimmt regelmäßig eine Vielzahl der Hennen, um sie an tierliebe Menschen zu vermitteln. 

Im März dieses Jahres übernahm der Verein etwa 1.600 Hennen aus einer Legebatterie im Sauerland. Die Tiere lebten in Bodenhaltung, ohne Rückzugsorte, ohne Sandbad, ohne Tageslicht. 80 Prozent der Tiere waren fast federlos und körperlich am Ende ihrer Kräfte.

Jetzt sollten die Tiere ein anderes Leben kennenlernen. „Rettet das Huhn e.V.“ vermittelte sie zu etlichen Privatpersonen nach Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Mitglieder des Vereins brachten die Tiere zu sogenannten Übergabepunkten.

Von der Legebatterie in ein Hühnerparadies

Rund 250 private Hühnerhalter warteten dort an 15 verschiedenen Übergabepunkten. Ohne sie ginge gar nichts. In Münster organisierte Vera Thier die private Vermittlung. Knapp 100 Hennen wurden innerhalb von 30 Minuten an tierliebende Privatpersonen vermittelt. Die meisten von ihnen hatten in der Vergangenheit bereits Hühner von dem Verein übernommen.

Gerupfte Hennen aus einer Legebatterie

Statt beim Schlachter zu landen sind die völlig zerrupften ehemaligen Legehennen in ein neues Zuhause vermittelt worden.

Unter ihnen auch Martina Heitmann. Sie übernahm an diesem Vormittag fünf weitere Hennen. Auf ihrem großen Hof in Ahlen leben schon rund ein Dutzend Hennen. Sie alle stammen aus einer Legebatterie und sahen am Anfang genauso zerrupft und erschöpft aus wie die fünf Neuen. In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis sich die Hühner an ihr neues Zuhause gewöhnt haben. Tageslicht, Sonne, eine Wiese, Sandbad, viel Auslauf und eine Schar friedlicher Kumpel – all das kannten sie bislang nicht. Für den Verein „Rettet das Huhn“ sind diese Faktoren die Grundvoraussetzung für eine private Vermittlung. Die Hühner sollen ein möglichst artgerechtes und friedliches Leben führen, versorgt von tierliebenden Menschen. Und mit etwas Glück werden die Tiere dann acht bis zehn Jahre alt.

Vermittlung von bis zu 8.000 Hennen pro Jahr

Bis heute rettete der Verein über 37.000 Hühner. Doch die Rettung ist nur das eine. Die Mitglieder wollen mit den Aktionen vor allem aufmerksam machen und etwas bewirken. Bei den Verbrauchern, bei den Politikern und auch bei den Betreibern der Legebatterien. Die Abschaffung der Käfig- und Bodenhaltung ist für sie der größte Wunsch.

Autor: Jörg E. Mayer

Stand: 06.05.2016, 11:00

Kommentare zum Thema

10 Kommentare

Neuester Kommentar von "Melanie", 11.05.2016, 12:56 Uhr:

Ich finde es schade, dass über solchen Diskussionen wie Kunstpelzkragen tragen dürfen oder nicht, das eigentlicha Theme komplett ins Hintertreffen gerät. Die Mitglieder von RdH investieren sicherlich viel Freizeit, Herzblut und auch Geld in ihre Tätigkeit. Es ist supertoll dass es Menschen gibt die so etwas tun und sich nicht nur, wie in der heutigen Gesellschaft üblich, mit ihrer Selbstdarstellung befassen. Leute die solche Kritik äußern, müssen sich die Frage gefallen lassen, wie sie selbst leben und was sie selbst TUN (außer kritisieren). Alle Tierschützer müssten doch das gleiche Ziel haben und sich jeder mit jedem über gerettetes Leben, gleich welcher Art, freuen. Warum sich da noch untereinander zerfleischen, das macht unglaubwürdig und spielt denen in die Hände die das ganze eh als Spinnerei abtun :-(

Kommentar von "Markus Peter", 11.05.2016, 10:22 Uhr:

Toll, dass es diesen Verein gibt. Ich werde bei der nächsten Aktion mitmachen.

Kommentar von "Vera Thier ", 11.05.2016, 10:16 Uhr:

...Übrigens bin ich die Dame aus dem TV Bericht :)ich finde es ziemlich unverschämt einfach zu behaupten,es würde sich um einen echten Pelzkragen handeln.Selbstverständlich ist der Pelzkragen unecht und es musste kein Tier dafür sterben.Ob man das nun schön findet oder nicht,ist Geschmackssache. Vielleicht sollte man mich einfach mal persönlich kontaktieren und Fragen ,anstatt hier einfach irgendwelche Behauptungen zu posten?! Schade das hier manche Menschen unsere Arbeit in so einer Form runtermachen müssen. Also,erstmal nachdenken und dann schreiben. Liebe Grüße und einen schönen sonnigen Tag:) Vera Thier von rettet das Huhn.e.V

Kommentar von "Kommentarschreiber", 11.05.2016, 09:36 Uhr:

Was sind das denn für sinnfreie Kommentare hier? Wieso sollte man als Tierschützer keinen Kunstpelz tragen dürfen??? Dann dürfte auch kein Tierschützer oder Tierrechtler Sojawürstchen oder anderes Fakefleisch oder Fakeprodukte wie Schakalode essen. Ach ja, und Kunstleder geht dann auch gar nicht, oder was? Solche sinnfreien Kommentare wie die von "Geli" sind ein absolutes NO GO und zeugen davon, wie manche Leute mit Ihrer extremen Einstellung vollkommen am normalen Leben vorbei laufen... Schade, dass dadurch die Arbeit dieses mega genialen Vereins so in's Hintertreffen gerät!

Kommentar von "Franziska", 11.05.2016, 09:15 Uhr:

Ein super Beitrag und tolle Arbeit, die der Verein "Rettet das Huhn e.V." da leistet!!! Hut ab! Ich finde es daher sehr schade und auch verwerflich, Menschen, die sich in so außergewöhnlichem Maße für Tiere einsetzen und engagieren hier durch unüberlegte und unangebrachte Kommentare so zu verunglimpfen! Wenn man sich mal intensiver mit dem Verein und deren Website auseinandersetzt, dann dürfte einem sofort auffallen, dass sich dieser Verein (übrigens ganz im Gegensatz zu vielen anderen Tierschutzvereinen) für eine vegane Ernährung stark macht und davon abrät, Tierqualprodukte zu konsumieren. Man sieht auf den ersten Blick, dass es sich bei dem Kragen um einen Kunstpelzkragen handelt! Jeder, der sich auch mit diesem Thema (Pelz) mal etwas näher beschäftigt hat, dürfte dies ebenfalls sofort festgestellt haben. Ich persönlich setze mich auch schon lange Jahre für Tiere ein und dabei natürlich auch gegen echten Pelz. Ich sehe kein Problem darin, sich eine Jacke oder sonstiges Klei ...

Kommentar von "Antje Göttert", 10.05.2016, 21:37 Uhr:

Wie kann ein Tierschützer sagen, er sei schockiert über den schlechten Zustand der Hühner, aber mit größter Selbstverständlichkeit und ohne schlechtes Gewissen im Pelzkragen vor die Kamera treten? Haben die Opfer der Pelztierindustrie kein Mitgefühl verdient?

Kommentar von "Stefanie Laab", 10.05.2016, 21:11 Uhr:

Selbstverständlich handelt es sich bei dem Kragen um Kunstfell. Sicherlich eine unglückliche Wahl, dennoch finde ich es traurig, Menschen, die viel Zeit und Energie einsetzen, um Tieren zu helfen, wegen eines Modetrends zu verurteilen und immer gleich scharf zu schießen. Rettet das Huhn e.V. setzt sich eindeutig für eine vegane Lebensweise ein und viele unserer Teammitglieder leben vegan. Dennoch ist Toleranz und persönliche Freiheit ein wichtiges Gut und unserer Meinung nach unabdingbar, um erfolgreich und positiv miteinander zu arbeiten und mit vereinten Kräften für die Tiere zu kämpfen. Mich bestürzt es, dass selbst unter Tierschützern, die eigentlich zueinander stehen sollten, und die - wenn sie denn selbst vegan leben- auch wissen sollten, wie schwer es in unserer Gesellschaft ist, gänzlich tierleidsfrei - oder wie im Fall dieses KUNSTfellkragens gänzlich tierleidsattrapenfrei- durch den Alltag zu kommen....

Kommentar von "Geli", 10.05.2016, 14:55 Uhr:

Hühner retten ist super, ich hab selber einiges gerettetes Federvieh hier . Die Tierschutzdame mit dem fetten Pelzkragen ist aber absolutes NO GO ! Falls nun die Rechtfertigung kommt, es handle sich ja um unechten Pelz - 1. bezweifle ich dies sehr nach allem, was man mittlerweile über sogenannte "Kunstpelze" weiß ( der WDR hat da einige aufschlußreiche Dokus im Archiv !!!) und 2. selbst WENN es sich um Kunstpelz handeln sollte, was veranlsst einen TIERSCHÜTZER sich so zu kleiden, dass es wie echter Pelz aussieht ???? Gerade wir Tierschützer haben da eine Vorbildfunktion und sollten diese abartige Mode nicht auch noch salonfähig machen !

Kommentar von "Barbara klukowski ", 09.05.2016, 07:02 Uhr:

Rettet das Huhn find ich so super. Danke an ihre Helfer. Habe das Programm am 9.5. 16 um 6:10 geschaut. Aber, eine Dame vom Verein trägt einen riesigen Pelzkragen,..........das passt irgendwie nicht zu ihrer Tierliebe....bin ziemlich sicher dass der Kragen echter Pelz ist. Sehr schade und schlechtes Beispiel. Aber danke für die Rettung der Hühner, ich esse keine Tiere!!

Kommentar von "Walter Sparwitz", 08.05.2016, 20:04 Uhr:

oh ihr seid klasse, dass ihr den hühnerchen helft, gleichzeitig tragt ihr echtpelz von zu tode gequälten tiere, wie wäre es dies auch einmal zu hinterfragen, das wirft sofort einen sehr unangenehmen schatten auf euch mädels, hühnern helfen, billigend aber den tod von hunden und katzen aus chinapelz beständen in kauf nehmen, ich bin erschüttert best walter unwitzig jetzt