Gassigänger im Tierheim: Ohne die ehrenamtlichen Helfer geht nichts

Gassigänger im Tierheim: Ohne die ehrenamtlichen Helfer geht nichts

Sie sehnen sich nach einem Hund, suchen eine sinnvolle Beschäftigung mit Tieren – können aber im Moment keinen eigenen Hund halten. So geht es einer Gruppe von Ehrenamtlern, die sich jede Woche im Tierheim Düsseldorf trifft und als Gassigänger aushilft. Warum sie das tun und was sie dabei mit den Hunden erleben – es wird auf jeden Fall nie langweilig.

Voraussetzungen für Gassigänger sind unterschiedlich

Tierschutzvereine freuen sich sehr über ehrenamtliche Helfer und Gassigeher, aber je nach Tierheim müssen Interessierte auch einige Anforderungen erfüllen. In der Regel müssen Gassigänger 18 Jahre alt sein. Kinder und Jugendliche dürfen nur mit einem erwachsenen Gassigänger mitgehen und keinen Hund selber führen. Die Freiwilligen in Düsseldorf sollten ein polizeiliches Führungszeugnis und einen Sachkundenachweis vorlegen. Den Sachkundenachweis bekommt man nach einem bestandenen Test, der Fakten über das Verhalten von und den Umgang mit Hunden abfragt. Die Prüfung kann man beim Veterinäramt ablegen. Sogenannte Anlagehunde wie Pitbull oder Staffordshire Bullterrier können Gassigänger prinzipiell nur mit einem Sachkundenachweis führen.

Einführungskurse sind nicht obligatorisch, Regelmäßigkeit schon

Der Ehrenamtler muss in Düsseldorf an einem Einführungskurs im Tierheim teilnehmen oder das Tierheim möchte den Gassigänger persönlich kennenlernen und ihn beim Umgang mit einem Hund erleben. Die Helfer sollten Hundeerfahrung mitbringen und mindesten einmal pro Woche Hunde ausführen können. Aus versicherungstechnischen Gründen muss der Gassigänger meist dem Tierschutzverein beitreten. Als Mitglied ist er über den Verein versichert. In den meisten Tierheimen gehen ehrenamtliche Gassigänger alleine mit den Hunden spazieren. Im Tierheim Düsseldorf ist das auch möglich. Meistens trifft sich aber das „Team Gassi“ jeden Vormittag mit der Hundetrainerin zum gemeinsamen Spaziergang. So können die Hunde gleich Sozialverträglichkeit lernen und auf dem Spaziergang Alltagssituationen üben.

Autorin: Heidi Sonderhoff

Stand: 14.07.2017, 10:30

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