Mode schlägt Moral

Mode schlägt Moral

Der Discounter Kik ist nur ein prominentes Beispiel. Seit Jahren kommt es immer wieder zu Katastrophen in Textilfabriken, bis heute wird Kleidung auch für deutsche Modefirmen oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Geht das auch anders? Fairer?

Der Textildiscounter Kik muss vor Gericht. Brandopfer einer pakistanischen Fabrik, die vor allem für Kik fertigte, verklagen den Konzern auf Schadensersatz. Ein Prozess mit Signalwirkung: Erstmals könnte ein deutsches Unternehmen haftbar gemacht werden für die Zustände, unter denen es im Ausland produzieren lässt. Seit Jahren kommt es immer wieder zu Katastrophen in Textilfabriken, bis heute wird Kleidung auch für deutsche Modefirmen oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Geht das auch anders?

Trotz aller Lippenbekenntnisse kaufen Kunden kaum faire Kleidung

Der Film trifft junge Designer und begleitet große Modekonzerne wie die Otto Group bei ihrem Einsatz für fair hergestellte Kleidung – und deckt dabei erstaunliche Schwierigkeiten und Widerstände auf. So wird der Weg der Kleidung vom Baumwollfeld zum Kleiderbügel meist kaum kontrolliert, der Ausbeutung öffnet das Tür und Tor. Doch vor allem die Kunden spielen nicht mit. Trotz aller Lippenbekenntnisse kaufen sie kaum faire Kleidung. Beim Shopping interessiert der Stil, der Preis – und erst ganz zuletzt die Moral.

Wege zu menschengerechter Kleidung

Kann die Politik für faire Kleidung sorgen? Welche Rolle spielen Kirchen, Händler und NGOs wie die Kampagne für Saubere Kleidung? Ein Film über Wege zu menschengerechter Kleidung – und darüber, wie wichtig es ist, dass jeder Einzelne sich dafür engagiert.

Ein Film von Sarah Zierul

Redaktion: Andrea Ernst

Stand: 28.06.2017, 10:42

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