Tinnitus durch Stress

Tinnitus durch Stress

Im Sommer 2015 hat unser Autor Uli eine besonders stressige Zeit. Er war kaum noch zu Hause, 16-Stunden-Tage und der Sommerurlaub schrumpfte auf wenige Tage zusammen. Dann beginnt auf einmal das Pfeifen im Ohr. Als Uli es schließlich zum Hals-Nasen-Ohrenarzt schafft, diagnostiziert dieser einen Tinnitus und schickt ihn nach Hause mit den Worten: „Da kann man nichts machen, ignorieren Sie’s oder machen Sie Musik an.“ Doch das ist Uli zu wenig, seine journalistische Neugier ist geweckt. Er begibt sich auf Spurensuche. Was weiß man heute über die Entstehung des Tinnitus? Was kann man dagegen tun? Und woher bekommt man als Betroffener Informationen?

Stress schärft die Sinne und verstärkt den Tinnitus

Antworten findet Uli im Tinnitus-Zentrum der Berliner Charité. Ausgelöst durch einen Schnupfen, einen Hörsturz oder einen zu lauten Knall, kann das Ohr einen bestimmten Frequenzbereich vorübergehend nicht wahrnehmen. Das Gehirn kompensiert das und regelt – metaphorisch gesprochen – den Verstärker hoch, um dennoch die fehlende Information einzufangen. Lenkt sich später die Aufmerksamkeit darauf, wird ein Ton wahrgenommen, der eigentlich gar nicht da ist. Das ist der mögliche Beginn des Tinnitus.

Eine zentrale Rolle dabei spielt Stress. Stress schärft die Sinne, verstärkt also noch einmal zusätzlich jedes Geräusch und damit auch den Tinnitus. Und übermäßiger Stress kann das Pfeifen sogar auslösen. Mit einem einfachen „Entspann Dich!“ ist es jedoch nicht getan. Die Spurensuche führt Uli daher weiter zu einer psychosomatischen Klinik.

Filmautoren: Dirk Gilson, Uli Grünewald

Stand: 02.02.2016, 12:00