Verderben Pornos Jugendliche?

Verderben Pornos Jugendliche?

Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben mit 14 Jahren etwa 70 Prozent der Jungen und 30 Prozent der Mädchen schon mindestens einmal einen Porno gesehen. Dabei sind diese Filme nie für Jugendliche unter 18 Jahren gemacht. Wie verändert der frühe Konsum die Kinder und Jugendlichen? Es gibt eine weit verbreitete Theorie, dass wir Menschen schon sehr früh durch unser Umfeld in unserer Sexualität geprägt werden: Wie verhalten sich die Eltern zueinander und zum Kind? Was sehen wir in Filmen? Daraus bilden sich in uns sogenannte sexuelle Skripte - eine Art Drehbuch für sexuelles Verhalten. Sie bestimmen was wir begehren und was uns erregt.

Dr. Andreas Hill, Psychiater und Psychotherapeut in Hamburg, ist der Ansicht, dass sexuelle Skripte in der Jugend auch durch Pornofilme verändert werden können – negativ aber auch positiv. Doch wenn es heute üblich ist, dass Jugendliche bereits in der Pubertät mit Pornografie in Berührung kommen, sollte man sie dann nicht genauso darüber aufklären, wie über Verhütung und Schwangerschaft? An der Konrad-Adenauer-Realschule in Landau wird genau das gemacht. Hier können die Jugendlichen eine eigene Haltung gegenüber pornografischen Inhalten und Rollenbildern entwickeln.

Filmautorin: Andrea Wille

Stand: 13.03.2017, 08:30