Die Sucht nach Pornografie

Die Sucht nach Pornografie

Professor Rudolf Stark erforscht an der Universität Gießen, was beim Konsum von Pornografie im Gehirn passiert. Er und sein Team möchten herausfinden, warum immer mehr Männer – denn die Konsumenten sind fast ausschließlich männlich - mit dem Überangebot an Pornografie überfordert sind: Ihr Leben kreist nur noch um den Gedanken, wann und wie sie den nächsten Porno konsumieren können. Der Blick ins Gehirn verrät: Wenn Männer Pornos schauen, wird ihr Belohnungssystem aktiv. In der Folge wird das „Glückshormon“ Dopamin ausgeschüttet und verlangt nach noch mehr Reizen und noch mehr Bildern. Abhängige können dann davon nicht genug bekommen. Auch wenn nicht alle Forscher derselben Meinung sind: Rudolf Stark ist sicher, dass Pornografie süchtig machen kann. Seine gute Nachricht: Mit einer Verhaltenstherapie können Pornosüchtige die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnen.

Filmautor: Georg Wieghaus

Stand: 13.03.2017, 08:30