Die neuen Waffen gegen Grippe

Die neuen Waffen gegen Grippe

Noch ist es bei der Bekämpfung von Grippeviren quasi wie in einem Roulette-Spiel. Um sie zu erwischen, braucht man eine Menge Glück. Das liegt daran, dass sich ihre Oberflächenproteine schnell verändern. Und auf die zielen momentan noch unsere Waffen gegen die Grippe: die Grippeschutzimpfung und antivirale Medikamente.

Die vorbeugende Impfung bringt unser Immunsystem dazu, Antikörper zu entwickeln. Diese passen genau auf bestimmte Oberflächenproteine des Virus und blockieren sie. So kann das Virus nicht mehr an die Wirtszelle andocken und uns nicht infizieren. Die Köpfchen dieser Oberflächenproteine können sich aber ständig verändern: Bei jeder Vermehrungsrunde in der menschlichen Körperzelle können Fehler passieren. Diese Fehler verändern die Proteinköpfchen der Viren. Und das ist das Problem. Schon greift die Impfung nicht mehr so gut. Genau das gleiche gilt für die Medikamente. Das Virus ist also immer wieder einen Schritt voraus – weil es sich bei seiner Vermehrung ständig leicht verändern kann.

Forscher auf der Suche

Forscher versuchen deswegen, neue Waffen gegen das Grippevirus zu finden, die dieses Problem umgehen. Und gehen dabei überraschende Wege. So sollen die Medikamente beispielsweise nicht mehr das Virus, sondern die Zellen des menschlichen Körpers zum Ziel haben. Quarks erklärt, wie genau das funktionieren soll und an welchen Tricks die Forscher noch arbeiten.

Filmautorin: Amanda Mock

Stand: 20.02.2017, 19:00