Wenn das Fingerspitzengefühl nachlässt – der Tastsinn im Alter

Wenn das Fingerspitzengefühl nachlässt – der Tastsinn im Alter

Wenn wir altern, altern auch unsere Sinne: Bei Augen und Ohren bekommen wir das meist mit. Doch auch der Tastsinn altert und das erschwert den Alltag. So haben ältere Menschen oft Schwierigkeiten, eine Flasche zu öffnen oder ein Hemd zuzuknöpfen. Noch gravierender kann es sein, wenn Menschen einen Schlaganfall haben und dadurch Teile ihres Tastsinns schlagartig ausfallen. Bochumer Forscher haben eine Methode entwickelt, um den Tastsinn wieder zu schärfen – sie stimulieren die Fingerspitzen mit elektrischen Impulsen. Schon nach 30 Minuten verbessert sich die Feinfühligkeit der Fingerspitzen. Bei häufigerem Training ist der Effekt auch nachhaltig; so nachhaltig, dass sich auch Flaschen wieder öffnen lassen. Diese einfache Methode der Elektrostimulation kann sowohl älteren Menschen als auch Schlaganfallpatienten helfen. Denn aktiv trainieren können Letztere oft nicht. Aber die Nervenzellen lassen sich mit dem Strom auch passiv anregen. Quarks & Co hat einen Schlaganfallpatienten begleitet, der diese Therapie mitgemacht hat.

Den Tastsinn fit halten

Wenn Sie Ihren Tastsinn fit halten möchten, gibt es viele Möglichkeiten, wie Sie die Nerven aktiv trainieren können: Schreiben Sie Briefe mit der Hand, nähen oder basteln Sie. Alles, was die Geschicklichkeit fördert, hilft auch Ihrem Tastsinn. Oder machen Sie einen Selbstversuch: Schließen Sie die Augen und ertasten Sie ganz bewusst verschiedene Gegenstände und Oberflächen.

Filmautorin: Eva Schultes

Stand: 05.04.2016, 12:00